ROUNDUP: BMW stellt Anleger auf Durststrecke ein - Keine schnelle Erholung
MÜNCHEN - Der Autobauer BMW bleibt angesichts der Branchenkrise vor allem im wichtigen Markt China auch für die kommenden Jahre vorsichtig. Zwar peilt der neue Konzernchef Milan Nedeljkovic in der Autosparte weiter die angestammte Prognosebandbreite von 8 bis 10 Prozent Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern an, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Allerdings dürfte das erst wieder zu Beginn des kommenden Jahrzehnts zu schaffen sein. Als Zwischenschritt soll die am Aktienmarkt viel beachtete operative Marge 2028 zwischen 3 und 5 Prozent betragen, nach den für dieses Jahr nach der jüngsten Gewinnwarnung noch anvisierten 1 bis 3 Prozent.
ROUNDUP/Aufträge verzögern sich: Laserspezialist LPKF senkt Prognose
GARBSEN - Der Laserspezialist LPKF senkt seine Prognose für das laufende Jahr. Ein größerer Solar-Auftrag verzögere sich, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Garbsen mit. Zudem würden sich Bestellungen im zukunftsträchtigen Advanced-Packaging-Markt für Halbleiter nach hinten schieben. Die Aktie des im SDax notierten Unternehmens fiel daraufhin um fast 13 Prozent.
Ticketanbieter CTS Eventim verliert Finanzchef - Aktienkurs sinkt
MÜNCHEN - Der Tickethändler und Veranstalter CTS Eventim muss sich einen neuen Finanzchef suchen. Mit William Willms scheide der bisherige Finanzvorstand der Eventim Management AG, der persönlich haftenden Gesellschafterin des Konzerns, mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus, teilte CTS Eventim am Mittwoch in München mit. Gründe nannte der MDax -Konzern zunächst keine. Übergangsweise übernehme der Manager Philipp Knigge die Aufgaben von Willms. Der Aktienkurs von CTS Eventim fiel auf die Nachrichten hin um fast 6 Prozent.
ROUNDUP: Mercedes-Benz reaktiviert Abfindungsprogramm in Deutschland
STUTTGART - Mercedes-Benz legt sein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland neu auf. Das Programm starte voraussichtlich im Dezember, teilte der Autobauer in Stuttgart mit. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.
Arbeitnehmer: VW 'will reihenweise Tarifverträge kündigen'
HANNOVER - Volkswagen will nach Angaben von IG Metall und Betriebsrat eine Reihe von Tarifverträgen kündigen. Das habe der VW -Vorstand bei einem Gespräch in Hannover angekündigt, teilte die Arbeitnehmerseite mit. VW wolle die Kündigungen noch am Mittwoch übermitteln. Welche Vereinbarungen genau betroffen sind, blieb zunächst unklar.
Für Gerresheimer laufen Geschäfte wieder besser - Zweite Jahreshälfte im Fokus
DÜSSELDORF - Die Geschäfte des Verpackungsspezialisten Gerresheimer haben sich im zweiten Quartal besser entwickelt als zu Beginn des Geschäftsjahres. Vorläufigen Berechnungen zufolge setzte das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) mit 578 Millionen Euro 55 Millionen Euro mehr um als in den ersten drei Monaten, wie Gerresheimer am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte im Vergleich zum Vorquartal um 35 Millionen Euro auf 102 Millionen Euro zu. Allerdings schrumpften Erlös und operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im zweiten Geschäftshalbjahr soll es dann noch besser laufen. Zudem kommen die besiegelten Verkäufe der Bereiche Centor und Primary Packaging Plastics voran. Die Aktie legte zuletzt um 3,5 Prozent zu.
ROUNDUP 2/Trump: KI-Firmen sollen sich selbst beaufsichtigen
WASHINGTON/SAN FRANCISCO - US-Präsident Donald Trump will trotz Warnungen vor existenziellen Risiken Künstlicher Intelligenz die Aufsicht über die Technologie ihren Entwicklern selbst überlassen. Die Unternehmen würden sich selber kontrollieren, sagte Trump nach einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen in Washington.
LEG-Chef sieht Enteignungsdebatte mit großer Sorge
DÜSSELDORF - Der Düsseldorfer Wohnimmobilienkonzern LEG besitzt zwar keine einzige Wohnung in Berlin, blickt aber mit großer Sorge auf die Enteignungsdebatte in der Bundeshauptstadt. "Meine Auffassung ist, dass Eigentum individuelle Freiheit garantiert", sagte Unternehmenschef Lars von Lackum der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eigentum infrage zu stellen, führe auch dazu, dass man individuelle Freiheiten infrage stelle, sagte von Lackum weiter. Mit einer Vergesellschaftung von Wohneigentum würde ein ganz anderes Gesellschaftssystem geschaffen. Der Staat sei dann alleiniger Eigentümer von Wohnungen und für die Verteilung des weiterhin knappen Wohnraums verantwortlich.
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