SELLAFIELD/ESSEN (dpa-AFX) - Die britische Atomanlage Sellafield bleibt auch in den kommenden Jahren ein großer Kunde des deutschen Baukonzerns Hochtief
Der Vertrag habe eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren, bestehend aus neun Jahren Grundlaufzeit und einer sechsjährigen Verlängerungsoption, hieß es. Er löse einen früheren Rahmenvertrag ab. Hochtief werde ein breites Spektrum an Dienstleistungen erbringen, darunter etwa Installation, Anlagenpflege oder Projektsteuerung. Ein Großteil der Arbeiten werde in Bereichen mit laufendem Betrieb und strahlenschutzüberwachten Umgebungen durchgeführt.
In Sellafield wird seit 2003 kein Strom mehr erzeugt
Sellafield liegt im Nordwesten Englands an der Irischen See. Die Anlage gehört der britischen Behörde für die Stilllegung und den Rückbau von Nuklearanlagen (Nuclear Decommissioning Authority, NDA). Auf dem Gelände befindet sich das Kernkraftwerk Calder Hall, das 2003 stillgelegt wurde. Seitdem wird laut britischem Office for Nuclear Regulation (ONR) auf dem Gelände kein Strom mehr erzeugt.
Seit 2022 werden in Sellafield auch keine Kernbrennstoffe mehr wiederaufbereitet. Weiterhin werden dort Atomabfälle gelagert. Der Fokus der Betreibergesellschaft liegt laut ONR jetzt auf Sanierung und Rückbau der kerntechnischen und sonstigen Anlagen auf dem Gelände sowie der sicheren Lagerung von Atomabfällen.
Hochtief: Nuklear-Infrastruktur ist "bedeutender Wachstumsmarkt"
Hochtief-Vorstandschef Juan Santamaría äußerte sich erfreut über den Vertrag. Dies unterstreiche die starke Positionierung von Hochtief im Nuklearsektor, sagte er laut der Mitteilung. "Nukleare Infrastruktur ist ein bedeutender Wachstumsmarkt mit hohem langfristigem Potenzial."
Hochtief gehört mehrheitlich dem spanischen Bau- und Infrastrukturriesen ACS