FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Nachrichten aus den USA haben den Dax
Nach einem volatilen Handelsverlauf schloss der deutsche Leitindex 0,79 Prozent tiefer mit 25.199,19 Punkten. Damit rutschte er klar unter die für den mittel- bis langfristigen Trend wichtige 100-Tage-Linie, die ihm die vergangenen Tage noch Halt gegeben hatte. Im als traditionell schwach geltenden Börsenmonat September verbuchte der Dax ein Minus von vier Prozent. Für das abgelaufene Quartal ergibt sich hingegen ein Kurszuwachs von 0,8 Prozent. Für den MDax
Hohe Energiepreise trieben die Teuerung in Deutschland erstmals seit Ende 2023 über die Marke von drei Prozent. Die Verbraucherpreise lagen im September um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 2,9 Prozent Inflation im August, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Ähnlich sah die Entwicklung in Frankreich und Italien aus.
Dagegen stieg in den USA der sogenannte PCE-Deflator im August weniger stark als prognostiziert. Er gilt als bevorzugte Inflationskennziffer für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik sowohl an der Teuerungsentwicklung als auch am Arbeitsmarkt ausrichtet. An diesem Freitag steht der offizielle monatliche Beschäftigungsbericht an. Bereits davor gaben Informationen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP Einblick in die Entwicklung der Privatwirtschaft. Dort ist die Zahl der Beschäftigten im September stärker gestiegen als erwartet.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, sieht in den US-Daten "fast ein Wunschkonzert für die Aktienmärkte. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, die Wirtschaft wächst stärker als erwartet und gleichzeitig fällt der Inflationsdruck geringer aus als befürchtet". Dagegen sorgten die weiter steigenden Ölpreise und Anleiherenditen für Zurückhaltung bei den Anlegern, betonte der Experte./gl/he