BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Gesundheitskonzern Fresenius
Vom Kaufpreis stehen 50 Millionen Euro unter einer Bedingung: Fresenius muss sie nur bezahlen, wenn bestimmte Produktionsstätten zugelassen wurden. Der Konzern war bereits im August 2022 mit einem Anteil von 55 Prozent bei mAbxience eingestiegen.
Zugang zu attraktivem Markt
Mit der Komplettübernahme stärkt Fresenius den Zugang zum wachstumsstarken Markt mit Biosimilars, biotechnologisch hergestellten Medikamenten für Arzneien, deren Patent abgelaufen ist. Da zugleich Gesundheitssysteme weltweit unter finanziellem Druck stehen, spielen günstige Nachahmermittel eine wichtige Rolle für die Versorgung.
Für zahlreiche biologische Arzneimittel laufe künftig der Schutz aus, erklärte Fresenius. "Dieser wachstumsstarke Markt dürfte sich bis 2035 auf mehr als 180 Mrd. Euro versechsfachen."
Fresenius-Chef Michael Sen sagte: "Mit dem Abschluss der Übernahme von mAbxience erreichen wir den nächsten Meilenstein beim Aufbau eines führenden, vertikal integrierten Biopharma-Geschäfts von relevanter Größe." Die Biosimilars-Plattform sei nun komplett im Biopharma-Geschäft von Fresenius Kabi gebündelt und decke die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zur Vermarktung ab.
Als Fresenius vor vier Jahren erstmals in mAbxience investiert hatte, war das Marktpotenzial groß, der Biosimilars-Markt habe sich in einer frühen Phase befunden, hieß es weiter. Seitdem habe er sich dynamisch entwickelt./stw/stk/als/DP/mis