US-Anleihen: Kursverluste - Gestiegene Ölpreise belasten
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Donnerstag nachgegeben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,24 Prozent auf 104,23 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg auf 5,30 Prozent. Am Mittwoch hatte sie mit 5,36 Prozent noch den höchsten Stand seit dem Jahr 2002 erreicht.
Belastet wurden die Anleihekurse durch die deutlich gestiegenen Ölpreise. Ein Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran noch vor den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten trieb die Preise nach oben. Inflationssorgen wurden so wieder angeheizt. Dies schürt die Erwartung weiterer Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank (Fed).
Angesichts gewachsener Inflationsrisiken und der steigenden US-Staatsschulden waren die Renditen an den Anleihemärkten zuletzt deutlich gestiegen.
Zahlen zum US-Arbeitsmarkt bewegten den Anleihemarkt kaum. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieb weiter knapp unter 200.000. Der Wert fiel etwas niedriger als erwartet aus. In den USA spielen Beschäftigungsdaten eine wichtige Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed, weil ein robuster Arbeitsmarkt neben der Preisstabilität zum Mandat der Notenbank zählt. Mitte September hatte die Fed erstmals seit Sommer 2023 die Leitzinsen erhöht. An den Finanzmärkten wird angesichts der gestiegenen Inflation bis zum Jahresende eine weitere Leitzinserhöhung erwartet./jsl/he