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Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinne - Gleich mehrere Treiber

12.10.2026
um 09:33 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat zum Wochenstart an seine Gewinne vom Freitag angeknüpft. Leicht nachgebende Ölpreise und Anleiherenditen, ein freundlicher Börsenschluss in den USA am Freitag und obendrein eine Entspannung im Handelsstreit zwischen der Europäischen Union und China stützten.

Kurz nach dem Börsenstart legte der deutsche Leitindex um 0,6 Prozent auf 25.225 Punkte zu und setzte sich damit noch etwas weiter nach oben von der 25.000-Punkte-Marke ab. Diese hatte er in der vergangenen Woche mehrfach unterschritten, am Freitag dann aber darüber geschlossen. Nun stellt der Bereich um 25.320 Punkte eine erste Hürde dar, denn dort verläuft aktuell die derzeit abwärts gerichtete 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend signalisiert.

Der MDax stieg um 0,3 Prozent auf 30.085 Punkte und auch der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, verbuchte Gewinne. Er stieg um 0,7 Prozent auf 6.213 Punkte.

"Die Entlastung bei den Energiepreisen ist für die Aktienmärkte derzeit mehr wert als manche gute Konjunkturzahl", sagte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets und verwies dabei auf die Inflation und auf die Notenbanken. "Für zusätzliche Unterstützung sorgt die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos. Damit scheint eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren."

Obendrein rückt die Berichtssaison in den Blick. Sie startet am Dienstag in den USA mit den Zahlen erster Großbanken. Stratege Mislav Matejka von JPMorgan rechnet damit, dass die Zahlenwerke die Märkte stützen dürften. Im Wochenverlauf stehen zudem Inflationsdaten aus den USA an. Diese sind für den Kurs der US-Notenbank wichtig.

Anleger blicken zudem auf die deutsche Politik, nachdem Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückgetreten ist. Sie begründete den Schritt einerseits mit dem Tod ihrer Stieftochter. Sie brauche nun Zeit, die Trauer zu verarbeiten. "Diese möchte ich mir ausreichend nehmen", schrieb sie. Gleichzeitig seien aber auch öffentliche Angriffe auf sie, "leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners", in der persönlich schwierigen Zeit weiter forciert worden./ajx/zb

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