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RONDUP 2/BVB-Statement vor XXL-Wochen: Kovac verlängert bis 2029

13.10.2026
um 14:48 Uhr

DORTMUND/BODÖ (dpa-AFX) - Borussia Dortmund startet mit einem wichtigen Zeichen in die XXL-Reise- und Strapazen-Wochen. Vor dem Champions-League-Vorrundenmatch am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) bei FK Bodö/Glimt 80 Kilometer nördlich des Polarkreises verkündete der Bundesligazweite die Vertragsverlängerung von Trainer Niko Kovac. Der 54-Jährige soll seine Arbeit bei den Schwarz-Gelben zunächst bis zum 30. Juni 2029 fortsetzen.

"Mir war wichtig, dass wir auch auf der Trainerposition ein Zeichen der Kontinuität setzen", sagte BVB-Sportchef Lars Ricken, der vor zwei Wochen selbst erst zusammen mit seinen Geschäftsführerkollegen Carsten Cramer und Thomas Treß beim Revierclub verlängert hatte.

Die Verlängerung von Kovac galt als Formsache, auch wenn der gebürtige Berliner Anfang 2025 zunächst mit Skepsis im Umfeld empfangen worden war. Auch der pragmatische Spielstil unter dem Kroaten passt nicht jedem. Dennoch sprechen die Zahlen für Kovac. In 53 Bundesliga-Partien sammelte der BVB unter ihm 114 Punkte. Mit einem Punkteschnitt von 2,15 Zählern ist er der erfolgreichste Trainer in der BVB-Geschichte.

Kein BVB-Trainer sammelte bislang mehr Punkte im Schnitt

"Mit Niko Kovac befinden wir uns seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als anderthalb Jahren auf einem sehr guten Weg", sagte Ricken. Nach der Trennung vom glücklosen Nuri Sahin stabilisierte Kovac die Dortmunder zunächst und führte sie erneut in die Champions League. "Wir sehen großes Potenzial und sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit voller Überzeugung und großer Entschlossenheit noch viel erreichen können", sagte Kovac, der mit Eintracht Frankfurt 2018 den DFB-Pokal und mit Bayern München 2019 das Double aus Pokal und Meisterschaft gewann. "Wir haben alle den großen Traum, einen Titel zu holen", sagte Ricken zu den eigenen Ambitionen

In der aktuellen Saison stehen die Dortmunder nach fünf Spieltagen punktgleich mit dem SC Freiburg auf Platz zwei der Liga. Das unglückliche 2:2 am vergangenen Freitag gegen Werder Bremen verhinderte die Verteidigung der Tabellenführung. "So ärgerlich das alles ist, so unnötig das auch alles ist, gilt es jetzt auch weiterhin die Mannschaft zu stärken, weiter das Vertrauen auszusprechen", sagte Ricken.

11.300 Flugkilometer in sechs Tagen

Insofern scheint die Verkündung der Vertragsverlängerung gerade jetzt konsequent. Der BVB steht vor wichtigen Wochen und acht Spielen binnen 24 Tagen. "Wir haben jetzt Bodö, dann kommen wir einen Tag zurück, dann fliegen wir nach Berlin und kommen einen Tag zurück. Dann können wir schon wieder nach Aserbaidschan", sagte Ricken zu den Reisestrapazen der kommenden Tage mit zwei extrem Auswärtsspielen in der Königsklasse des europäischen Fußballs. Dabei fallen rund 11.300 Reisekilometer in nur sechs Tagen an.

Gleich zum Start dieser extremen Phase wartet am Mittwoch indes ein unangenehmes Spiel beim norwegischen Vizemeister. In der Kleinstadt jenseits des Polarkreises muss der BVB auf Kunstrasen antreten. "Das ist natürlich ganz anders, der Ball wird schneller, die Bewegungen werden vielleicht ein bisschen langsamer aussehen als sonst", sagte Nationalverteidiger Waldemar Anton und Ricken meinte: "Wir gehen schon davon aus, dass es kein großer Spaß, sondern eine große Herausforderung wird."

Ohne Schlotterbeck nach Norwegen

"Die Temperaturen liegen irgendwo knapp über null, aber gefühlt bei minus sieben Grad. Dann spielen wir noch auf Kunstrasen, das haben die Spieler zuletzt irgendwann im Jugendbereich gemacht", warnte Ricken weiter. Wohl auch wegen der Umstände verzichtet der BVB in Bodö auf Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck. "Die Gründe liegen in der Belastungsteuerung", sagte Ricken.

Der Abwehrspieler hatte sich bei der WM im Sommer einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen und war rechtzeitig zu den ersten Länderspielen unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zurückgekehrt. Bei der Nationalmannschaft verletzt er sich sogleich wieder, stand beim 2:2 am Freitag gegen Bremen aber wieder auf dem Platz und traf auch direkt. "Es geht jetzt einfach darum, ihn ein bisschen runterzufahren", sagte Ricken./lap/DP/men

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