FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag auf der Stelle getreten. Auch ein nachgebender Ölpreis und sinkende Renditen an den Kapitalmärkten konnten Anleger letztlich nicht aus der Reserve locken. Eine erste Welle von Quartalsbilanzen in den USA, angeführt von den großen Banken des Landes, fiel gemischt aus und war hierzulande kein Kurstreiber.
Der Dax schloss mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 25.259,90 Punkten. Nach zuletzt zwei Börsentagen mit steigenden Kursen erlahmte die Erholung. Der MDax der mittelschweren Börsentitel beendete den Handel mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 30.020,49 Zählern.
"Die entscheidende Frage für die Märkte lautet, ob Aktien ihre Dynamik halten können, wenn Anleiherenditen und Energiepreise erhöht bleiben, oder ob sich die Lücke zwischen Rekordkursen und strafferen Finanzierungsbedingungen zu schließen beginnt", lautete das Fazit von Timur Konsky, Chef des Brokers Mitrade.
Anleger suchten derzeit die Balance zwischen geopolitischen Risiken, der Sorge vor zu hohen Erwartungen an die KI-Branche und dem anstehenden Zahlenreigen an der Wall Street, sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Der deutsche Leitindex bleibt in einem Spannungsfeld aus Vorsicht und Optimismus gefangen."
Anleger in der Technologiewelt sorgen sich um womöglich neue Konkurrenz aus China. Einem Zeitungsbericht zufolge macht der Speicherchip-Hersteller CXMT große technologische Fortschritte. Das lastete in Asien und Europa auf der Chip-Branche. Am deutschen Markt büßten Infineon
Auch im MDax
Überraschend starke Geschäftszahlen des schweizerischen Aromen- und Duftstoffherstellers Givaudan
Schwache Geschäftszahlen des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler
In der dritten Reihe sackten die Aktien von Vossloh
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---