FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
"Die Jahresrate hat wieder zugelegt und liegt mit 3,7 Prozent nicht nur oberhalb der Konsensschätzung, sondern auch deutlich oberhalb der Zielmarke der US-Notenbank", kommentierten die Experten der Helaba. Die Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten sind ein wichtiger Indikator für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Dass sie zum Teil höher als erwartet ausfielen, dürfte von Anlegern mit Sorge verfolgt werden, da sie weitere Zinserhöhungen der Fed mit sich bringen könnten.
Am Nachmittag stieg der deutsche Leitindex nur noch um 0,2 Prozent auf 25.321 Punkte, nachdem es zeitweise um 0,8 Prozent nach oben gegangen war. Zwar hielt sich der Dax noch knapp über der 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend, wie nachhaltig dies jedoch ist, bleibt abzuwarten. Immerhin ringt der Index bereits seit geraumer Zeit mit diesem wichtigen Richtungsindikator.
Auch die Gewinne im MDax
Dass die Stimmung am Markt nicht kippte, dafür sorgte wohl ein Vorhaben der EU-Kommission. Angesichts der Energiepreis-Krise sollen bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe erst später als geplant angewendet werden. Der europäische Gaspreis fiel im Vergleich zum Vortag deutlich, und Aktien energieintensiver Unternehmen, etwa aus der Chemie- und Rüstungsbranche, legten zu. Rheinmetall
Unterstützung für die Börsen in ganz Europa gab es außerdem durch Daten aus China. Dort überraschten starke Ex- und Importdaten sowie die Entwicklung der Verbraucherpreise positiv. Hinzu kommt eine allgemeine moderate Erholung im Technologiesektor, die von starken Quartalszahlen des niederländischen Chipindustrie-Ausrüsters ASML
Die Kion
Lufthansa
Im Kleinwerte-Index SDax
Der Windparkentwickler PNE
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---