NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro
Als Belastung erwies sich am Mittwoch eine überraschend hohe Inflation in den USA. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs vor der Veröffentlichung der US-Preisdaten auf 1,1195 (Dienstag: 1,1188) Dollar festgesetzt. Im frühen europäischen Geschäft war der Euro noch über 1,12 Dollar gehandelt worden.
Im September war die Inflation in den USA auf 3,7 Prozent gestiegen, von zuvor 3,4 Prozent. Der Markt hatte nur eine Jahresrate von 3,6 Prozent erwartet. Auch die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel war stärker als erwartet gestiegen.
"Unter dem Eindruck der deutlich erhöhten Benzin- und Dieselpreise ist der Verbraucherpreisindex im September kräftig gestiegen", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Inflationsdaten. Die Jahresrate liege nicht nur oberhalb der Konsensschätzung, sondern auch deutlich oberhalb der Zielmarke der US-Notenbank. "Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden somit wieder etwas angeheizt", sagte Umlauf.
Der Kurs des Euro steht bereits seit September unter Druck. Zunächst hatten eine Leitzinserhöhung in den USA sowie die Spekulation auf einen weiteren Zinsschritt angesichts hoher Inflationsrisiken dem Dollar Rückenwind verliehen - eine Entwicklung, die von den aktuellen Preisdaten untermauert wurde./la/he