NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro
Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank sieht den Euro im Vergleich zum Dollar in der Tendenz weiterhin angeschlagen. Nach den September-Inflationszahlen aus den USA herrsche am Markt erst einmal die Grundstimmung, dass die US-Notenbank Fed restriktiv bleiben werde. Daher werde "auch jede positive Makrozahl, die in den kommenden Tagen veröffentlicht wird, die Zinserwartungen am Laufen halten", wenngleich die Fed im Oktober die Füße noch still halten dürfte.
Zudem bleiben die Blicke auf Frankreich gerichtet. Zuletzt hatten hier die Sorgen von Investoren mit Blick auf die Staatsfinanzen zugenommen. "Die Debatte über den Haushalt ist in der französischen Nationalversammlung gestern offiziell gestartet und dürfte sicherlich bis Jahresende dauern", so Praefcke. "Abgesehen davon, dass eine Einigung sowieso schwierig ist, zeichnen sich schon gleich zu Beginn erste Hürden ab, da die Sozialisten bereits am ersten Tag versucht haben, die Haushaltsdebatte zu blockieren. Darüber hinaus ist absehbar, dass sich die Protestbewegung der Studenten zum Wochenende verschärfen könnte." Der negative Newsflow aus Frankreich dürfte also kaum abreißen und ein unterschwelliger Belastungsfaktor für den Euro sein./mis/stk