FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Am vergangenen Freitag waren die Ölpreise wieder stärker gestiegen, was am Markt die Inflationssorgen schürte. Höhere Ölpreise stützen in der Regel den US-Dollar und belasten im Gegenzug den Euro, weil sie eher für weiter steigende Zinsen durch die US-Notenbank Fed sprechen.
Nach Einschätzung der Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank ist entscheidend, was die Notenbanken aus dem Anstieg der Ölpreise machen: "Reagiert die Fed auf den zusätzlichen Inflationsdruck entschlossener als die EZB, steigen die relativen Zinserwartungen zugunsten des Dollars." Der Commerzbank-Expertin zufolge sind steigende Ölpreise für die USA ökonomisch weniger belastend als für den Euroraum, der Energie importieren muss.
Zwar sind die Notierungen am Ölmarkt zu Beginn der neuen Woche wieder etwas gesunken, sie halten sich aber weiter auf einem hohen Niveau. Die weitere Entwicklung der geopolitischen Lage im Nahen Osten bleibt ein bestimmender Faktor an den Finanzmärkten. Im weiteren Tagesverlauf sind dagegen nur wenige Impulse durch Konjunkturdaten zu erwarten. Es stehen kaum wichtige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone oder den USA auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten./jkr/stk