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Ölpreis steigt - Furcht vor Angriffen auf Öltanker treibt Brent über 111 Dollar

20.10.2026
um 09:08 Uhr

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag mit der Sorge vor weiteren Angriffen auf Öltransporte in der Straße von Hormus auf den höchsten Stand seit fast fünf Monaten gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee kostete am Morgen zeitweise 111,05 US-Dollar und damit so viel wie seit Mai nicht mehr. Zuletzt ist der Preis aber wieder zurückgefallen auf 109,74 Dollar. Das ist nur geringfügig mehr als am Vortag.

Am Ölmarkt sind die Anleger besorgt über die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe in der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus. Der Iran habe "keine andere Wahl", als die Kontrolle über die Meerenge auszuüben, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten, erklärte zuletzt ein hoher iranischer Regierungsvertreter laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

In den vergangenen Tagen gab mehrfach Angriffen auf Handelsschiffe, dennoch haben die Öltransporte aus den Fördergebieten am Persischen Golf zuletzt wieder deutlich zugenommen. US-Energieminister Chris Wright hatte beim Fernsehsender Fox News gesagt, dass sich die Liefermengen wieder auf etwa 80 Prozent des Niveaus von vor Kriegsbeginn erholt hätten.

"Die Risiken für die Ölpreise sind eindeutig nach oben gerichtet", sagte Rohstoffexperte Hamad Hussain vom britischen Analysehaus Capital Economics. Die Eskalation der Angriffe auf Schiffe eröffne die Möglichkeit eines erneuten Rückgangs des Ölangebots und eines weiteren Preisanstiegs./jkr/mis