LONDON (dpa-AFX) - Der Rohstoffriese Anglo American
Anglo American will im Zuge eines Konzernumbaus eine Reihe von Unternehmensteilen veräußern. So hat das Unternehmen bereits für das Kokskohle- und Nickelgeschäft Käufer gefunden. Auch der Diamantenkonzern De Beers soll verkauft werden. Dabei gilt das unter der Leitung des ehemaligen De-Beers-Vorstandsvorsitzenden Gareth Penny stehende Konsortium Global Diamond Consortium (GDC) früheren Medienberichten zufolge als bevorzugter Bieter. In diesem Zusammenhang schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg erst vor wenigen Tagen unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass der Genfer Luxusgüterkonzern Richemont zusammen mit dem Schmuckhändler Signet Gespräche über den Beitritt zu diesem Konsortium. Derweil ist Anglo American dabei, den kanadischen Rohstoffkonzern Teck Resources
Die Fusion mit Teck zur Bildung eines auf Kupfer ausgerichteten Metall- und Mineralienkonzerns schreite weiter voran, sagte Unternehmenschef Duncan Wanblad laut einer Mitteilung. Das Unternehmen stehe weiterhin in einem konstruktiven Dialog mit der chinesischen Kartellbehörde. Dies sei "der letzte noch ausstehende regulatorische Meilenstein" für den Abschluss der Transaktion. Der Manager rechnet weiterhin damit, die Übernahme bis März 2027 abzuschließen. Beide Konzerne hatten vor gut einem Jahr die Fusion angekündigt.
Derweil bestätigte der Konzern trotz eines Rückgangs im dritten Quartal sein Förderziel für Kupfer. "Wir sind auf dem Weg, unsere Prognose für 2026 zu erfüllen", sagte Wanblad. Dies werde durch die geplante Verbesserung der Kupfererzgehalte im vierten Quartal unterstützt. Rekordschneefälle und damit verbundene außerplanmäßige Wartungsarbeiten hatten laut dem Manager gegen Ende des dritten Quartals die Produktion in Chile beeinträchtigt.
Die Fördermenge ging in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 175.000 Tonnen Kupfer zurück. Der Bergbaukonzern BHP Group