MÜNCHEN (dpa-AFX) - ProSiebenSat.1
Sonst drohten die traditionellen Medienunternehmen den Kampf gegen die großen Plattformen auf Dauer zu verlieren. Als Beispiel für eine engere Zusammenarbeit nannte er die Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen ZDF. Zugleich stellte der Manager weitere Partnerschaften mit deutschen Unternehmen in Aussicht.
"Ich werde alles versuchen, um Partnerschaften mit anderen deutschen Unternehmen einzugehen", sagte Giordani. Er hoffe, dass es dazu bald Neuigkeiten geben werde. Mit wem ProSiebenSat.1 zusammenarbeiten könnte, ließ er offen. Die neuen Wettbewerber seien größer, stärker und finanzkräftiger als die etablierten Medienunternehmen. Allein werde es deshalb zunehmend schwierig, sich zu behaupten. "Wir können nicht überall gegen jeden konkurrieren. Das ist einfach zu riskant."
ZDF-Inhalte ab November auf Joyn
Ein Beispiel für die angestrebte Zusammenarbeit ist die bereits vereinbarte Kooperation mit dem ZDF. Auf der Streamingplattform Joyn seien bereits Livestreams des öffentlich-rechtlichen Senders verfügbar. Ab November sollen dort auch Sendungen aus der ZDF-Mediathek kostenlos angeboten werden. Giordani sieht darin einen ersten Schritt zu mehr Zusammenarbeit.
Zugleich lobte er das Nebeneinander von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland. Beide hätten bislang unterschiedliche Aufgaben erfüllt und sich dabei ergänzt. Das System funktioniere weiterhin, stehe durch die Konkurrenz internationaler Plattformen aber zunehmend unter Druck./svv/DP/he