(Neu: Expertenstimmen)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein optimistischerer Margenausblick für 2026 hat die Aktie von Jenoptik
Zuletzt ging es für das Papier des Technologieunternehmens um 9,0 Prozent auf 39,20 Euro nach oben, was im bisherigen Jahresverlauf immer noch eine Verdoppelung des Aktienkurses bedeutet. Der Index der mittelgroßen Werte legte am Mittwochnachmittag zugleich um 1,1 Prozent auf 30.715 Punkte zu, was mit Blick auf das Jahr 2026 derzeit nur einem minimalen Plus von 0,3 Prozent entspricht.
Nach einem deutlichen Wachstum der Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 22 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres rechnet das Management von Jenoptik für das laufende Jahr nun mit einer Marge von rund 22 Prozent. Bisher standen 20 bis 21 Prozent im Plan. Das Umsatzwachstum sieht der Vorstand unverändert bei 5 bis 9 Prozent. Dem Unternehmen kamen den Angaben zufolge zuletzt gute Geschäfte mit Halbleiterausrüstern zugute, gerade der Chipindustrieausrüster ASML ist ein wichtiger Kunde.
Ein Händler lobte das Zahlenwerk und hob vor allem die dynamische Auftragsentwicklung und überraschend hohe Profitabilität des Konzerns hervor. Das seien "klar positive Impulse" für die Aktie. Zwar sei die Umsatzprognose unverändert geblieben, was das Aufwärtspotenzial begrenze, doch die Anhebung der Margenprognose deute auf eine Verbesserung der Ergebnisqualität hin.
Der Experte Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies hob hervor, dass die vorläufigen Zahlen die Erwartungen am Markt übertroffen hätten, was besonders der Nachfrage nach Halbleiterausrüstung geschuldet sei. "Die vorgelegten Zahlen implizieren für das dritte Quartal ein Auftragswachstum von rund 24 Prozent", schrieb er unter anderem und verwies auf die von Factset erhobene Konsensschätzung, die nur bei etwa 5 Prozent liege./ck/la/mis