GÖTEBORG (dpa-AFX) - Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars
Der Kurs sackte in Stockholm um über 31 Prozent auf 9,70 Kronen ab. In diesem Jahr hat das Papier über zwei Drittel an Wert verloren. Im Frühjahr 2022 hatte der Anteil auf dem Rekordhoch noch fast 93 Kronen gekostet.
Das Unternehmen habe mit dem Absatz in China und den USA die Erwartungen weit verfehlt, schrieb Analyst Philippe Houchois vom US-Analysehaus Jefferies. Der Abfluss von Barmitteln (Cashflow) sei deutlich schlimmer als befürchtet ausgefallen und das Unternehmen steuere auf eine Nettoverschuldung zu. Auch JPMorgan-Experte Jose Asumendi sprach von einem schwachen Quartal.
Volvo lieferte in den drei Monaten bis Ende September mit rund 141.300 Autos 11 Prozent weniger Fahrzeuge aus, der Umsatz rutschte um fast ein Viertel auf 66,9 Milliarden Kronen ab. Der Verlust vor Zinsen und Steuern lag bei 5,6 Milliarden Kronen nach einem operativen Gewinn von 6,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Unter dem Strich betrug der Verlust 5,7 Milliarden Kronen. Vor einem Jahr hatte Volvo noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden ausgewiesen.
Dass es für die Schweden nicht gut läuft, hatte sich bereits abgezeichnet. Anfang Oktober hatte Samuelsson den Jahresausblick kassiert. "Das dritte Quartal war sehr enttäuschend", schrieb er nun in seinem Brief an die Aktionäre. Dabei habe sich eine schwache Entwicklung nicht nur in China, sondern auch in den USA gezeigt. Damit habe die Hälfte des Konzerns keinen Gewinnbeitrag geliefert, so der Manager.
In China befinde sich der Markt für angestammte Premiummarken in einem ernsten Rückgang, schrieb Samuelsson. Der Umsatz für Volvo brach dort im Jahresvergleich nahezu um die Hälfte ein. Auch die deutschen Hersteller Mercedes-Benz
Samuelsson hatte bereits im vergangenen Jahr einen Jobabbau durchgezogen. Von ehemals 43.000 Beschäftigten im Vorjahreszeitraum waren in den ersten neun Monaten im Schnitt noch rund 39.300 an Bord. Volvo wird vom chinesischen Autokonzern Geely