NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Telekomkonzern Verizon
So sollte pro Aktienanteil ein bereinigter Gewinn von 5,04 bis 5,06 Dollar übrig bleiben und damit 7 bis 7,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Zuletzt lag die eingeplante Steigerung bei 6 bis 7 Prozent. Auch der Finanzmittelzufluss wird wohl besser ausfallen. Die Aktie verlor im frühen US-Handel zwei Prozent.
Derzeit sind Investoren von US-Telekommunikationswerten nervös, weil sich die Anzeichen für einen verstärkten Einstieg von Elon Musks SpaceX in das Geschäft verdichten. Zuletzt hatte der Starlink-Anbieter ein Paket von Frequenzrechten erworben, nun gibt es Berichte unter anderem der Nachrichtenagentur Bloomberg über Verhandlungen zur Übernahme von Sendemast-Standorten. Kostete eine Verizon-Aktie Mitte September noch bis zu fast 52 Dollar, notiert sie aktuell bei um die 45 Dollar spürbar tiefer. T-Mobile-US-Aktien sind derzeit so wenig wert wie vor rund drei Jahren.
Im dritten Quartal steigerte Verizon den Umsatz um 1,5 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn unterm Strich kletterte um 5,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar; der bereinigte Überschuss je Aktie (EPS) stieg um gut 8 Prozent auf 1,31 Dollar. Das war etwas mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.
Verizon verbuchte zudem im Mobilfunk einen Vertragskundenzuwachs um 406.000 Stück, das beste Abschneiden in einem dritten Quartal seit fünf Jahren. Experten hatten nur mit etwa der Hälfte gerechnet. Im Gesamtjahr dürften nun nach Abzug von Kündigungen 1,1 bis 1,2 Millionen Telefonverträge hinzukommen.
Das Wachstum von Verizon war in den letzten Jahren ins Stocken geraten. Das Unternehmen verlor Marktanteile im Mobilfunkgeschäft an Konkurrenten wie T-Mobile US. Mit einer Vereinfachung des Angebots und einer stärkeren Kundenorientierung wie etwa einem neuen Treueprogramm will der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Dan Schulman das Ruder herumreißen./men/nas/mis/he