FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Die Preise für Edelmetalle sind am Freitag mit der Aussicht auf steigende Zinsen weiter unter Verkaufsdruck geraten und auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr gefallen. Zum Wochenschluss fiel der Goldpreis
Neben Gold standen auch andere Edelmetalle unter Druck. So rutschte der Preis für Silber unter 50 Dollar je Feinunze und erreichte bei 49,62 Dollar ebenfalls das niedrigste Niveau seit vergangenen November.
Vor dem Wochenende hatten Inflationsdaten aus der Eurozone die Spekulation auf steigende Zinsen verstärkt und die Edelmetalle weiter unter Verkaufsdruck gesetzt. Wegen hoher Preise für Kraftstoffe und Gas hatte sich die Teuerung in großen Volkswirtschaften im Währungsraum spürbar verstärkt. Am Markt wird daher überwiegend mit einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank im Dezember gerechnet. Da Gold und Silber keine Marktzinsen abwerfen, belastet die Aussicht auf höhere Renditen für Staatsanleihen die Nachfrage nach Edelmetallen.
Zudem hat die US-Notenbank Fed die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember ebenfalls offen gehalten. Auch in den Vereinigten Staaten steigt die Inflation. Der Preisindex PCE, ein von der US-Notenbank Fed bevorzugter Preisindikator, war im September auf 3,6 Prozent gestiegen, wie aus Daten vom Donnerstag hervorgeht. Damit steigt die Teuerung weiter über das von der US-Notenbank anvisierte Ziel von zwei Prozent.
Im Oktober hat Gold fast fünf Prozent verloren. Zuletzt haben Sorgen vor erneuten Kämpfen im Nahen Osten die Energiepreise auf einem hohen Niveau halten und die Inflationssorgen an den Finanzmärkten verstärkt./jkr/jsl/he