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ROUNDUP: China belastet Autozulieferer Forvia - Hella hält Umsatz stabil

02.11.2026
um 11:20 Uhr

NANTERRE/LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Forvia Hella hat in den ersten neun Monaten des Jahres wegen höherer Kosten für Elektronikbauteile operativ deutlich weniger verdient. Den Umsatz hielt die deutsche Tochter des französischen Forvia-Konzerns in einem rückläufigen Gesamtmarkt dagegen dank des guten Elektronikgeschäfts stabil. An seiner Prognose für das laufende Jahr hält das Management grundsätzlich fest, wird beim Blick auf die operative Marge jedoch etwas vorsichtiger. Der Mutterkonzern Forvia meldete unterdessen einen Umsatzrückgang, jedoch gab es im dritten Quartal erste Lichtblicke.

So bekommt der Konzern weiterhin das schwierige Geschäft der internationalen Automobilhersteller in China zu spüren. Der Umsatz der Franzosen sank in den ersten neun Monaten um 2,7 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro, wie sie am Montag in Nanterre mitteilten. Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen um ein Prozent zu. An seiner Prognose hält Forvia fest.

Die deutsche Tochter Forvia Hella berichtete bereits am Freitagabend nach Börsenschluss einen Umsatz für die ersten neun Monate von knapp 5,9 Milliarden Euro, was nur leicht über dem Vorjahreswert lag. Währungsbereinigt stieg der Erlös um ein Prozent. Das Lichtgeschäft ging dabei wegen der schwachen Entwicklung in China deutlich zurück, wohingegen die Sparte Elektronik zulegte.

Hier habe Hella besonders in Europa von höheren Produktionsmengen, Neuanläufen bei Radarsensoren und einer gestiegenen Nachfrage nach Energiemanagement-Komponenten wie Spannungswandlern und Batteriesensoren sowie nach Steuerungselektronik profitiert, hieß es. Das Elektronikgeschäft soll in diesem Jahr erstmals den größten Anteil zum Umsatz beitragen.

Das bereinigte operative Ergebnis sei bis Ende September hingegen um 13 Prozent auf 294 Millionen Euro gefallen, teilte das im MDax notierte Unternehmen in Lippstadt weiter mit. Die operative Marge sank um 0,8 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Hella führte dies auf höhere Kosten für elektronische Komponenten und höhere Anlaufkosten bei Lichtprojekten zurück.

Das Unternehmen musste zudem einen Abfluss von Finanzmitteln von 99 Millionen Euro verkraften. In den ersten neun Monaten des Vorjahres war der Cashflow noch positiv ausgefallen. Unter dem Strich verdiente Hella hingegen wegen niedrigerer Umbaukosten mit knapp 131 Millionen Euro nach Minderheitsanteilen mehr als im Vorjahr, als rund 102 Millionen Euro Gewinn zu Buche gestanden hatten.

Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen weiter einen währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro an, geht jetzt aber von der oberen Hälfte der Bandbreite aus. Die bereinigte operative Marge dürfte jetzt jedoch nur noch das untere Ende der bisherigen Zielspanne von 5,4 und 6,0 Prozent erreichen. 2025 hatte Hella knapp 7,9 Milliarden Euro umgesetzt. Die Marge lag bei 6,0 Prozent.

"Wir agieren seit Beginn des Geschäftsjahres in einem volatilen, von hohem Wettbewerbsdruck geprägten Markt", sagte Hella-Chef Peter Laier. "Dass wir trotz eines rückläufigen Branchenumfelds unseren Umsatz stabil halten und die Entwicklung der Fahrzeugproduktion übertreffen konnten, zeigt unsere gute strategische Ausrichtung insbesondere in der Elektronik als unserem wesentlichen Wachstumsfeld."

"Darüber hinaus haben wir bereits frühzeitig Maßnahmen eingeleitet, um zusätzliche Kostenbelastungen abzufedern, und befinden uns in engem und intensivem Austausch mit unseren Kunden, um Preissteigerungen insbesondere bei Elektronikbauteilen zu kompensieren." Laier rechnet damit, dass sich das Sparprogramm positiv auf das Ergebnis auswirken wird.

Hella leidet wie andere Zulieferer unter der schwachen Lage der Autoindustrie. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ging den Westfalen zufolge bis September um 0,7 Prozent zurück. Hella versucht, sich stärker auf die wachsenden Bereiche Elektronik und Ersatzteile auszurichten und spart im traditionellen Scheinwerfergeschäft.

Die Aktie von Hella verlor am Montagvormittag zuletzt 1,9 Prozent. Damit hat das Papier in diesem Jahr rund 17 Prozent eingebüßt. Etwas mehr als 80 Prozent der Anteile gehören Forvia, der Streubesitz ist gering. Wegen der Marktkapitalisierung von rund 7,8 Milliarden Euro ist die Aktie allerdings weiter im MDax notiert. Die Franzosen hatten Hella Anfang 2022 für etwas mehr als fünf Milliarden Euro übernommen. Die Aktie von Forvia gewann in Paris rund 1,8 Prozent./nas/zb/stw/men

Forvia SE

WKN 867025 ISIN FR0000121147
Forvia SE Chart
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HELLA GmbH & Co. KGaA

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