Reuters

VW trotz Brexit und Handelsstreits verhalten optimistisch

10.09.2019
um 07:57 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Volkswagen rechnet trotz Brexit und dem Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht mit einer Krise.

Die Unsicherheit bereite ihm zwar Sorgen, sagte Konzernchef Herbert Diess zu Reuters-TV am Vorabend der Automesse IAA in Frankfurt. "Das beeinflusst natürlich auch, wie wir in die Zukunft gucken." Andererseits habe sich Volkswagen in den vergangenen Monaten recht gut geschlagen. "Wir haben Marktanteile weltweit dazugewonnen." Deshalb blicke er "verhalten optimistisch in den Rest des Jahres".

Diess zeigte sich zudem überzeugt davon, dass der Konzern die schärferen Klimavorgaben der EU erfüllen werde: "Wir werden unsere Flottenziele erreichen und damit keine Strafen zahlen." Volkswagen präsentiert auf der IAA erstmals den rein batteriegetriebenen ID.3 einem großem Publikum. Der Kompaktwagen, der an den früheren Bestseller VW Golf erinnert, macht den Auftakt für eine E-Offensive, der in den nächsten Jahren viele weitere Modelle folgen sollen.

Begleitet wird der Wandel durch ein neues Markenzeichen, mit dem sich VW vom Chrom des bisher dreidimensionalen Logos verabschiedet und stattdessen auf eine digitale und damit auch puristischere Erscheinung setzt. An den übereinander angeordneten Buchstaben VW ändert sich aber nichts.

"Der neue Markenauftritt markiert den Start einer neuen Ära für Volkswagen", sagte VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. Die Marke vollziehe mit der Formulierung neuer Ansprüche und neuen Produkten einen tiefgreifenden Wandel hin zu einer bilanziell emissionsfreien Zukunft. Volkswagen geht den Wechsel in die E-Mobilität kraftvoller an als viele Konkurrenten. Das liegt auch an dem Dieselskandal, den die Wolfsburger möglichst schnell hinter sich lassen wollen.

VOLKSWAGEN AG VZO O.N.

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