Reuters

"FT" - Tausende Autos von Volkswagen stecken in US-Häfen fest

15.02.2024
um 07:57 Uhr

Frankfurt/Berlin (Reuters) - In US-Häfen stecken einem Medienbericht zufolge tausende Autos des Volkswagen-Konzerns fest. Fahrzeuge von Porsche, Bentley und Audi würden in den Häfen festgehalten, berichtete die "Financial Times" (FT) am Mittwoch unter Berufung auf Insider.

In den Autos sei von einem Zulieferer von Volkswagen ein Bauteil gefunden worden, das gegen das Gesetz gegen Zwangsarbeit verstoße. Ein Sprecher von VW erklärte dazu am Abend, wegen einer Zollangelegenheit gebe es eine Verzögerung bei der Auslieferung der Fahrzeuge aus den Häfen an die Händler. Für einzelne Kunden könnte dies bis Ende März dauern. Es werde ein elektronisches Bauteil ausgetauscht.

Der Zeitung zufolge stammt das Bauteil aus Westchina. Volkswagen habe keine Kenntnis über die Herkunft gehabt, bis der Zulieferer die Wolfsburger auf das Problem aufmerksam gemacht habe. Das Bauteil sei von einem indirekten Zulieferer weiter unten in der Lieferkette bezogen worden. Laut "FT" hat VW die US-Behörden sofort nach Bekanntwerden der Herkunft des Teils informiert. Die USA verbieten die Einfuhr von Produkten, die mit Hilfe von Zwangsarbeit in der chinesischen Uiguren-Region Xinjiang und anderen Gebieten Chinas hergestellt wurden.

(Bericht von Ralf Banser und Scot W. Stevenson, redigiert von Birgit Mittwollen.; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Volkswagen AG Vz.

WKN 766403 ISIN DE0007664039