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Berliner Sparkasse dank Zinsgeschäft mit Gewinnsprung - 2024 wird es weniger

28.03.2024
um 11:57 Uhr

Berlin (Reuters) - Die Berliner Sparkasse hat ihren Gewinn 2023 auch dank der Zinswende der Europäischen Zentralbank mehr als verdoppelt.

Das Ergebnis stieg von 132 auf 358 Millionen Euro, wie die nach Kunden größte deutsche Sparkasse am Donnerstag mitteilte. Das Institut legte beim Zinsgeschäft und Provisionsüberschuss deutlich zu. "Wir sind mit dem Jahr zufrieden", sagte Vorstandschef Johannes Evers. "Wir können 150 Millionen Euro in die Reserven stecken." Für 2024 gibt sich die Bank vorsichtiger; sie rechnet nach Evers' Worten mit nur noch 250 bis 300 Millionen Euro Gewinn. Laut Geschäftsbericht erwartet die Sparkasse knapp 300 Millionen Euro. Dies hänge etwa ab von der verhaltenen Konjunktur und bevorstehenden Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte Evers. Hier rechne er mit ersten Schritten im zweiten Halbjahr.

Der Zinsüberschuss kletterte um fast 39 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro und das Provisionsergebnis um knapp zwölf Prozent auf 306 Millionen Euro. Gegenwind spürte die Berliner Sparkasse wie viele andere Geldinstitute im Kreditneugeschäft. Insgesamt gab es hier ein Minus von 20 Prozent auf 3,71 Milliarden Euro. Bei privaten Baufinanzierungen sorgten die gestiegenen Finanzierungskosten sowie anhaltend hohe Baukosten und Immobilienpreise für einen Rückschlag. Das Neugeschäft brach hier um fast 40 Prozent auf 576 Millionen Euro ein, bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung gab es ein Minus von fast elf Prozent auf 2,28 Milliarden Euro.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)