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Union rĂŒgt schleppende AufklĂ€rung der Pannen beim Panzer Puma

02.01.2023
um 05:23 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Die Union im Bundestag rĂŒgt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) wegen der aus ihrer Sicht zu schleppenden AufklĂ€rung der jĂŒngsten AusfĂ€lle des SchĂŒtzenpanzers Puma. "Der Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt scheint der eigene Weihnachtsurlaub wichtiger, als endlich aufzuklĂ€ren und aufzurĂ€umen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn (CSU), der "Welt" (Montag). "Wenn man sich ĂŒber aktuelle MĂ€ngel bei der Bundeswehr wundert, kann man festhalten: Der Fisch stinkt vom Kopf." Die Ministerin habe ihr eigenes Versprechen gebrochen, schnellstmöglich Transparenz zu schaffen.

Vor zwei Wochen war bekanntgeworden, dass bei einer SchieĂŸĂŒbung der Bundeswehr fĂŒr die Beteiligung an der Nato-Eingreiftruppe VJTF alle 18 der genutzten Panzer ausgefallen waren. Das von zahlreichen technischen Problemen geplagte Kettenfahrzeug war erst 2021 fĂŒr gefechtstauglich erklĂ€rt worden. Die RĂŒstungsunternehmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) kĂŒndigten daraufhin kurz vor Weihnachten an, die defekten SchĂŒtzenpanzer bis spĂ€testens Mitte Januar instand setzen zu wollen.

Hahn hat beim Ministerium um den aktuellen Sachstand und die Ergebnisse einer angekĂŒndigten umfassenden Lagefeststellung gebeten - ohne Antwort, wie er sagt. Hahn zweifelt an einer einseitigen Schuldzuweisung an die Industrie: "Die Ministerin lag in der Erstdiagnose offensichtlich völlig daneben."/toz/DP/zb

Rheinmetall AG

WKN 703000 ISIN DE0007030009