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Nutzungsgebühr für Stromautobahnen steigen 2024 leicht

05.10.2023
um 13:34 Uhr

DORTMUND (dpa-AFX) - Die bundeseinheitliche Nutzungsgebühr für die Stromübertragung im Überland-Transportnetz soll im kommenden Jahr leicht steigen. Dies teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, TenneT und TransnetBW am Donnerstag mit. Demnach sollen die durchschnittlichen Netzentgelte für das Übertragungsnetz im nächsten Jahr bei 3,19 Cent pro Kilowattstunde liegen, zwei Prozent höher als im laufenden Jahr. Miteinberechnet wurde ein Zuschuss der Bundesregierung in Höhe von 5,5 Milliarden Euro. Er soll zusätzliche Belastungen der Stromverbraucher vermeiden, hieß es. Die Zahlen sind vorläufig, weil die gesetzliche Grundlage für den Zuschuss noch aussteht.

Nach Angaben einer Amprion-Sprecherin hatte die Bundesregierung auch für das laufende Jahr zur Stabilisierung der Netzentgelte einen Milliarden-Zuschuss bewilligt - knapp 12,9 Milliarden Euro. Davon seien bislang knapp 3,8 Milliarden Euro in Anspruch genommen worden.

Die Entgelte für die auch "Stromautobahnen" genannten Übertragungsnetze bilden zusammen mit den Gebühren für die regionalen, so genannten Verteilnetze den Kostenblock Netzentgelte auf der Stromrechnung der Endkunden. Anders als die Verteilnetzentgelte sind die Übertragungsnetzentgelte deutschlandweit einheitlich. Die gesamten Netzentgelte einschließlich Messung und Messstellenbetrieb machen laut jüngster Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gut ein Fünftel des Strom-Gesamtpreises aus./tob/DP/jha