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Mehr Kredite für den Mittelstand: Genossenschaftsbanken legen 2025 zu
Berlin (ots) - Im Geschäftsjahr 2025 setzten die 646 deutschen
Genossenschaftsbanken ihren Wachstumskurs im Kreditgeschäft fort. Ihr
Kreditvolumen bauten sie nach vorläufigen Daten des Bundesverbandes der
Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) im Gesamtjahr 2025 um 29
Milliarden Euro oder 3,6 Prozent auf 826 Milliarden Euro aus. Im
Privatkundenkreditgeschäft erhöhten die Genossenschaftsbanken ihre Volumina um
3,2 Prozent auf 381 Milliarden Euro, während Firmenkundenkredite (einschließlich
der sonstigen Kundenkredite) um 4,0 Prozent auf 444 Milliarden Euro zulegten.
Vor allem im Bereich der Wohnbaukredite an Privat- und Firmenkunden
verzeichneten die Genossenschaftsbanken ein kräftiges Wachstum. Diese wuchsen
auf 490 Milliarden Euro - ein Plus von 16 Milliarden Euro oder 4,5 Prozent.
"Dass das Kreditgeschäft der Genossenschaftsbanken trotz der anhaltenden
wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland gewachsen ist, zeigt: Unsere
Volksbanken Raiffeisenbanken sind für den Mittelstand auch in schwierigen Zeiten
ein verlässlicher Finanzierungspartner", betont BVR-Präsidentin Marija Kolak.
Der Wohnimmobilienmarkt erhole sich, stehe aber vor Herausforderungen wie hohe
Baukosten und lange Verwaltungsverfahren. "Mit dem Bau-Turbo hat die
Bundesregierung bereits einen wichtigen Schritt für schnellere
Genehmigungsprozesse getan. Jetzt muss auch das Eckpunktepapier zum Gebäudetyp E
zügig in ein Gesetz überführt werden, damit Bauen durch den Verzicht auf
überflüssige Komfortstandards wieder bezahlbar wird. Auch die Sparfähigkeit und
die Sparbereitschaft normalverdienender Haushalte sollte gestärkt werden, zum
Beispiel durch eine Erhöhung der Einkommensgrenzen und des zu fördernden
Höchstbetrags bei der Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmersparzulage", so
Kolak weiter.
Die privaten Wohnimmobilienkredite summierten sich bei Genossenschaftsbanken per
Ende 2025 auf insgesamt 345 Milliarden Euro, ein Plus von über 9 Milliarden Euro
oder 3,8 Prozent im Vergleich zum Dezember 2024. Das Neugeschäft in diesem
Segment stieg einer Stichprobe des BVR unter seinen Mitgliedsbanken zufolge im
zurückliegenden Geschäftsjahr erfreulich um knapp 25 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr 2024. Damit konnten die Genossenschaftsbanken im Neugeschäft an die
hohen Wachstumsraten des Vorjahres anknüpfen.
Die Zahl der Genossenschaftsbanken in Deutschland ist fusionsbedingt von 672 im
Jahr 2024 auf 646 per Ende 2025 zurückgegangen.
Die vollständige Geschäftsentwicklung der deutschen Genossenschaftsbanken für
das Jahr 2025 wird der BVR am 10. März 2026 im Rahmen seiner
Jahrespressekonferenz bekanntgeben.
Pressekontakt:
Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin
Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6191359
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