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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 08.01.2026 - 17.00 Uhr

08.01.2026
um 17:04 Uhr

USA: Defizit der Handelsbilanz sackt auf tiefsten Stand seit 2009

WASHINGTON - In den USA ist das chronisch hohe Defizit der Handelsbilanz auch dank geringerer Importe kräftig gesunken. Im Oktober habe der Fehlbetrag im Außenhandel 29,4 Milliarden US-Dollar betragen, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Damit ist das Defizit um 39 Prozent geringer als im Vormonat ausgefallen und hat den tiefsten Wert seit 2009 erreicht.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen schwächer als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas geringer als erwartet ausgefallen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der vergangenen Woche zwar um 8.000 auf 208.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 212.000 gerechnet. Der Wert der Woche zuvor wurde leicht nach oben revidiert, um 1.000 auf 200.000.

ROUNDUP: Industrie-Auftragseingang legt überraschend zu

WIESBADEN - Die deutschen Industrieunternehmen haben im November überraschend deutlich mehr Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Oktober stieg der Auftragseingang saison- und kalenderbereinigt um 5,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Eurozone: Stärkster Rückgang der Erzeugerpreise seit über einem Jahr

LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Erzeugerpreise im November erneut gefallen. Sie gingen im Jahresvergleich um 1,7 Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Es ist der vierte Preisdämpfer in Folge und der stärkste Rückgang seit Oktober 2024. Im Vormonat waren die Preise um 0,5 Prozent im Jahresvergleich gefallen. Volkswirte hatten diesen Preisrückgang erwartet.

Eurozone: Arbeitslosenquote sinkt überraschend

LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit im November überraschend gesunken. Die Arbeitslosenquote ging im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine unveränderte Quote von 6,4 Prozent erwartet.

EZB: Inflationserwartungen der Verbraucher stabil

FRANKFURT - In der Eurozone haben sich die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher im November nicht verändert. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten die Konsumenten auf Sicht von 12 Monaten wie im Monat zuvor eine Preissteigerung um 2,8 Prozent, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang der Inflationserwartung auf 2,7 Prozent erwartet.

ROUNDUP: Firmeninsolvenzen 2025 auf höchstem Stand seit 20 Jahren

HALLE - Die Zahl der Firmenpleiten ist im vergangenen Jahr nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Allein im Dezember nahm die Zahl der Insolvenzen noch einmal deutlich zu und lag 75 Prozent über dem Niveau eines durchschnittlichen Dezembers der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie. Im Dezember wurden demnach 1.519 Insolvenzen verzeichnet.

Ifo-Institut: Stimmung in Ost-Wirtschaft bleibt stabil

DRESDEN - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich zum Jahreswechsel kaum verändert. Wie das Dresdner Ifo-Institut mitteilte, bewerteten die befragten Unternehmen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate nur geringfügig besser als im Vormonat. Der Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland stieg im Dezember minimal von 90,0 auf 90,1 Punkt.

ROUNDUP 2/Boom um KI: Start-up-Gründungen steigen 2025 auf Rekordwert

BERLIN - Boom inmitten der Krise: Die Zahl der Start-up-Gründungen in Deutschland ist auf einen Rekord gestiegen. Im vergangenen Jahr entstanden 3.568 neue Wachstumsfirmen, 29 Prozent mehr als 2024, zeigt eine Analyse des Startup-Verbands, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Großaufträge aus dem Ausland geben Maschinenbau Schub

FRANKFURT - Lichtblick für die kriselnden deutschen Maschinenbauer: Zum Jahresende 2025 haben die Bestellungen für die Schlüsselindustrie angezogen - dank Großaufträgen aus dem Ausland. Auf ein Orderplus schon im Oktober folgte im November ein preisbereinigter Anstieg der Bestellungen um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte der Branchenverband VDMA in Frankfurt mit.

ROUNDUP 2: Trump will Militärausgaben 2027 dramatisch erhöhen

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump wünscht sich angesichts "sehr sorgenvoller und gefährlicher Zeiten" für das Haushaltsjahr 2027 dramatisch höhere Verteidigungsausgaben. Das Militärbudget solle von derzeit ungefähr 1 Billion US-Dollar auf 1,5 Billionen Dollar (aktuell rund 1,28 Billionen Euro) ansteigen, schrieb Trump auf seiner Plattform auf Truth Social.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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