PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump haben Europas wichtigsten Aktienmärkten einen Fehlstart in die neue Börsenwoche eingebrockt. Der EuroStoxx 50
Außerhalb der Eurozone fielen der britische Leitindex FTSE 100
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass für acht Länder aus Europa ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni dann sogar Zölle von 25 Prozent. Dies solle gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland.
Ende der Woche solle es nun einen Sondergipfel geben, kündigte EU-Ratspräsident António Costa am Sonntagabend in Brüssel an. Schon jetzt wird fieberhaft über Handlungsoptionen beraten, denn es gilt eine gefährliche Gratwanderung zu bewältigen. Einerseits müssen die Europäer Trump zeigen, dass sie sich ein solches Vorgehen nicht gefallen lassen. Auf der anderen Seite gilt es, eine Eskalation zu vermeiden, denn die Europäer sind in Verteidigungs- und Technologiefragen extrem abhängig von den Vereinigten Staaten.
Der "Deal Maker" im Weißen Haus schwinge erneut die Zoll-Keule und treffe Europa damit an einem empfindlichen Nerv, kommentierte das Research-Team von ActivTrades. "In einer Zeit, in der der Kontinent durch den anhaltenden Ukraine-Krieg ohnehin wirtschaftlich massiv unter Druck steht, sorgt die Ankündigung neuer US-Handelsbarrieren für Schockwellen."
Die Zollrisiken machten sich stark im Automobilsektor bemerkbar und dabei vor allem bei den deutschen Autowerten. Der europäische Sektorindex
Auch Luxusgüterwerte wurden überdurchschnittlich vom neuen Zollstreit belastet. So verbuchten die Aktien von Kering
Gegen den Trend leicht im Plus tendierte der europäische Telekomsektor. Ausschlaggebend dafür waren Übernahmespekulationen. Wie die Zeitung "El Confidencial" unter Berufung auf ungenannte Quelle berichtet, hat die spanische Telefonica