PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigsten Aktienmärkten haben am Dienstag weiter nachgegeben. "Die Grönland-Thematik hat sich bisher nicht wie erhofft entspannt, sondern bleibt ein sehr kritisches geopolitisches Thema", betonte Marktexperte Andreas Lipkow.
Der EuroStoxx 50
Die Verluste werden auch als Gegenreaktion auf die vorherige Rally gewertet. So sprach Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC, von einer "gesunden Verschnaufpause". Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG Markets verwies auf den noch immer zu großen Optimismus an den Börsen, besonders in den USA. "Trotz des bevorstehenden Zollstreits 2.0 zwischen den USA und der EU und geopolitischer Risiken ist die Stimmung an der Wall Street gut, um ehrlich zu sein, zu gut", so Henke. "Ein solch großer Optimismus ist ein Warnsignal für eine Korrektur, zumal der S&P 500 charttechnisch angeschlagen ist."
Luxusgüterwerte standen erneut unter Druck. Neben den Grönland-Zolldrohungen kam ein weiterer Belastungsfaktor hinzu. Wegen der zögerlichen Haltung Frankreichs, dem "Friedensrat" für den Gazastreifen beizutreten, hatte US-Präsident Donald Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein und Champagner gedroht. Die Aktie von LVMH
Im schwächelnden Rohstoffsektor gaben BHP
Im ebenfalls schwachen Ölsektor hielten sich Totalenergies
Unter den Nebenwerten brachen DocMorris