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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Beruhigung - Trump vermeidet in Davos Eskalation

21.01.2026
um 18:22 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Mit der Rede von Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos haben sich die Gemüter an den europäischen Börsen am Mittwoch ein Stück weit beruhigt. Der US-Präsident schloss in der Grönland-Frage Gewalt aus. Er hält aber an seinen Plänen fest, dass zum Schutz der USA und der Welt die Vereinigten Staaten Grönland übernehmen müssten. Für Anleger war dies zunächst eine Beruhigungspulle, weil sich damit die jüngste Eskalation nicht verschärfte.

Der EuroStoxx 50 holte seine Verluste mit der Rede Trumps weitgehend auf, am Ende des Tages stand für den Eurozonen-Leitindex ein Minus von 0,16 Prozent auf 5.882,88 Punkte zu Buche. Außerhalb der Eurozone schloss der britische Leitindex FTSE 100 mit plus 0,11 Prozent auf 10.138,09 Zähler, während der schweizerische SMI um 0,10 Prozent auf 13.156,81 Punkte nachgab.

Aus Branchensicht verbuchten Aktien von Versicherern am Mittwoch die größten Verluste. Der Sektor steht sein Jahresanfang unter Druck, auch wegen einer enttäuschenden Preiserneuerungsrunde. Munich Re verloren zur Wochenmitte 3,1 Prozent, Axa sanken um 2,3 Prozent.

Mit weitem Abstand oben in der Anlegergunst standen hingegen einmal mehr Rohstofftitel . So verbuchten die Papiere der Bergbaukonzerne Rio Tinto an der "Footsie"-Spitze nach einem starken Produktionsbericht Kursaufschläge von mehr als 5 Prozent.

Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Danone schlossen 8,4 Prozent tiefer. Das Problem verunreinigter Babynahrung zieht immer weitere Kreise zieht: In einem von einem Lieferanten stammenden Inhaltsstoff wurde das Toxin Cereulid festgestellt. Der von bestimmten Bakterien gebildete Giftstoff kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen - und ist Auslöser von Rückrufen nicht nur bei Danone, sondern auch bei Konkurrenten wie Nestle . Dessen Papiere verloren 1,3 Prozent.

Die Anteile von Burberry zogen nach einem positiv aufgenommenen Quartalsumsatz des britischen Luxusmodeherstellers um 5 Prozent an. Analysten der Deutschen Bank sprachen von einer Erleichterung für die zuletzt gebeutelte Branche und verwiesen auf den sich erholenden Absatz der Briten im wichtigen chinesischen Markt./ajx/he

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894