Leere Straßen und Flughäfen: Wintersturm legt US-Städte lahm
WASHINGTON (dpa-AFX) - Schneegestöber, Flugchaos und Hunderttausende ohne Strom: Einer der verheerendsten Winterstürme der vergangenen Jahre hat in vielen Regionen der USA weite Teile des Lebens lahmgelegt. Am Sonntag waren zeitweise rund eine Million Menschen von Stromausfällen betroffen. Zum Wochenbeginn machen die Wetterverhältnisse weiter vor allem Reisenden zu schaffen, auch Schulen in vielen Großstädten sind heute geschlossen. In den nächsten Tagen bleibt es eiskalt - Millionen US-Amerikaner müssen sich weiter auf Einschränkungen einstellen.
Der Wintersturm erfasste den Süden, Mittleren Westen und auch die Ostküste der Vereinigten Staaten. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist nach Behördenangaben von dem Wintersturm, der als einer der heftigsten der vergangenen Jahre angekündigt worden war, betroffen. In vielen Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. So können Hilfen schneller bereitgestellt werden. Bundesstaaten und US-Regierung riefen dazu auf, am besten zu Hause zu bleiben.
Einen ausgestorbenen Flughafen in Washington - das erlebt man eigentlich nie. Dieser Tage zeigt sich im Reagan-Flughafen der US-Hauptstadt ein anderes Bild: Schalter dicht, Flugzeuge am Boden, so gut wie niemand auf den Terminal-Gängen. Fast alle Flüge waren gestrichen, wie gerade an vielen Flughäfen des Landes. Reisende werden die Sturmauswirkungen noch Tage zu spüren bekommen.
Auf den Straßen ist so gut wie niemand unterwegs. Vereinzelt sieht man in der Hauptstadt einen Wagemutigen, der mit seinem Auto im Schnee steckenbleibt. Der Wind bläst eiskalt, hinzu kommt Eisregen, der es gefährlich glatt macht. Wegen der hohen Schneedecke sind Bürgersteige oder Treppenabgänge nicht mehr zu erkennen./DP/zb