FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist wenig verändert in die neue Börsenwoche gestartet. Der Dax notierte am Nachmittag praktisch unverändert bei 24.900 Punkten, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüßt hatte. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gab am Montag um 0,2 Prozent auf 31.695 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund 0,1 Prozent.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresbeginn nicht verbessert. Im Januar blieb das Ifo-Geschäftsklima stabil, während Volkswirte im Schnitt einen Anstieg erwartet hatten. "Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden, doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben", kommentierte Andreas Scheuerle, Volkswirt bei der Dekabank.
Die neue Woche steht im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank und SAP präsentieren die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft , Tesla und Apple erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.
Aus Branchensicht waren Banken am meisten gefragt. So legten Papiere der Deutschen Bank um 1,3 Prozent zu, Commerzbank-Titel kosteten 2,4 Prozent mehr. Der europäische Bankenindex steht kurz vor dem höchsten Stand seit 2008. "Die Bankenbranche dürfte im Geschäft mit Aktien, Festverzinsten, Rohstoffen und Währungen weiter stark wachsen", schrieb die Citigroup in einem Ausblick auf die Bilanzen.
Die Anteilsscheine von Puma machten mit einem Kurssprung von mehr als 16 Prozent die massiven Verluste vom Freitag mehr als wett. Zuletzt hatten die Aktien der Herzogenauracher zwischen Übernahmefantasie und Ernüchterung geschwankt. Ernüchterung hatte es am Freitag durch einen Bericht gegeben, wonach die Gespräche der französischen Milliardärsfamilie Pinault mit dem chinesischen Konzern Anta Sports beendet seien. Die Pinault-Familie hält knapp 30 Prozent der Puma-Anteile.
Die Papiere von Friedrich Vorwerk schnellten als bester SDax-Wert um 7,1 Prozent hoch. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen übertraf nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr. Von der guten Geschäftsentwicklung profitierte auch die Beteiligungsgesellschaft MBB , die gut die Hälfte des Unternehmens hält. Die Profitabilität (Ebitda-Marge) von MBB kletterte auf rund 18 Prozent und damit stärker als von den Berlinern avisiert. Die MBB-Anteilsscheine gewannen 6,5 Prozent.
Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will ab sofort eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro zurückkaufen. Das Unternehmen habe sich 2025 stark entwickelt, der Aktienkurs spiegele dies aber nicht angemessen wider, hieß es zur Begründung. Die Titel von Aroundtown verteuerten sich um 6,2 Prozent./edh/jha/
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX