OTS: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH / Gesamtvolumen knapp über dem ...
Gesamtvolumen knapp über dem Vorjahreslevel, Signa-Objekte
mitentscheidender Faktor für guten Umsatz im 4. Quartal
Frankfurt/Main (ots) - Der Retail-Investmentmarkt kann zum Jahresende auf ein
solides Gesamtjahr 2025 zurückblicken: Mit einem Transaktionsvolumen von rund
6,5 Mrd. EUR liegt das aktuelle Ergebnis auf einem vergleichbaren Niveau wie im
Vorjahr (+3 % ggü. 2024). Einen entscheidenden Beitrag zu dieser Bilanz hat das
Schlussquartal geliefert, das mit fast 2,4 Mrd. EUR das beste Quartalsergebnis
seit Q3 2022 markiert (rund 3,6 Mrd. EUR). Hauptursächlich hierfür waren erneut
umsatztreibende Sondereffekte: Mit dem Oberpolliger und dem Corbinian in München
sowie dem Karstadt am Berliner Kurfürstendamm wechselten zwischen Oktober und
Ende Dezember gleich drei großvolumige Signa-Objekte im dreistelligen
Millionensegment den Eigentümer. Außerhalb dieser Großdeals sind vor allem
Investments zwischen 25 und 50 Mio. EUR zu nennen, die durch ihre attraktiven
Risiko-Rendite-Profile bei kleineren Shoppingcentern und Fachmarktzentren aber
auch im Highstreet-Bereich im Jahr 2025 besonders im Nachfragefokus standen
(rund 1,2 Mrd. EUR und +83 % ggü. 2024). Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas
Real Estate
Wie vielschichtig sich das Marktgeschehen momentan präsentiert, wird auch
dadurch unterstrichen, dass alle Objektarten von Verkäufen im dreistelligen
Millionenbereich profitieren. Trotz alledem bestätigt der Fachmarktsektor u. a.
durch die Übernahme der Porta-Gruppe von XXXLutz sowie größere Food- und
FMZ-Portfolios klar seine Spitzenposition (gut 48 %). Bei den Kaufhäusern (fast
20 %) fallen vor allem die ehemaligen Signa-Objekte ins Gewicht, bei den
Shoppingcentern gehören neben den Designer Outlets Neumünster und Wustermark
auch die Berliner Gropius Passagen zu den Treibern, und im Highstreet-Segment
(rund 13 %) sind in erster Linie zwei größere Deals von Luxus-Geschäftshäusern
in Düsseldorf anzuführen
A-Städte: Kaufhausdeals tragen 52 % zum Volumen bei
"Auch auf das Investmentvolumen der Top-Märkte hat sich das dynamische
Transaktionsgeschehen im vierten Quartal ganz entscheidend ausgewirkt: So wurden
gut 1,1 Mrd. EUR bzw. rund 60 % des Gesamtumsatzes der A-Standorte (knapp 2 Mrd.
EUR) zum Jahresende über die Ziellinie gebracht", erläutert Christoph Scharf,
Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail Services.
An dieser Bilanz haben mit München (896 Mio. EUR), Berlin (512 Mio. EUR),
Düsseldorf (304 Mio. EUR) und Hamburg (195 Mio. EUR) jedoch lediglich vier der
sieben großen Investmentmärkte mit umfangreicheren Volumina partizipiert. Die
Standorte Frankfurt, Stuttgart und Köln konnten dagegen nur sehr kleinteilige
Investments vermelden und blieben mit ihren Ergebnissen deutlich unterhalb der
50-Mio.-EUR-Marke.
Insgesamt ist also festzuhalten, dass außerhalb der großvolumigen Signa-Objekte
weiterhin nur vereinzelte dreistellige Millionendeals in den Top-Märkten zu
beobachten sind und die nach wie vor hohen Preise in Highstreet-Lagen nur schwer
gehalten werden können. Dementsprechend haben die Spitzenrenditen im
12-Monats-Vergleich in einigen Städten leicht zugelegt. Im Städte-Ranking liegt
München (3,45 %) weiterhin vor Frankfurt (3,75 %), es folgen Berlin (3,85 %) und
Hamburg (3,85 %) sowie Köln (3,90 %), Düsseldorf (3,95 %) und Stuttgart (3,95
%). In den übrigen Objektarten sind für Fachmarktzentren aktuell 4,65 %
anzusetzen, einzelne Supermärkte/Discounter liegen bei 4,90 %, und bei
Baumärkten und Shoppingcentern können für Top-Assets bis zu 5,80 % erzielt
werden.
Perspektiven
Zum Jahresende 2025 konnte der Retail-Investmentmarkt noch einmal auf sich
aufmerksam machen und im Assetklassenvergleich den besten Schlussspurt hinlegen.
Auf der einen Seite spielen mit der Porta-Übernahme und den Verkäufen der
ehemaligen Signa-Objekte zwar gleich zwei ausschlaggebende Sondereffekte in die
Gesamtbilanz mit hinein. Auf der anderen Seite unterstreicht die vergleichsweise
hohe Anzahl der registrierten Retail Investments jedoch auch, dass das
Investmentgeschehen breit aufgestellt ist und sich nicht nur auf die großen
Umsatztreiber beschränkt.
Für 2026 ist davon auszugehen, dass bei den Objektarten der Nachfragefokus
insbesondere auf Fachmarkt- und Food-Investments sowie Portfolios in diesem
Segment ausgerichtet bleibt. Neben den bereits seit vielen Jahren beliebten
Assets im Lebensmitteleinzelhandel, haben sich im Fachmarktsegment in der
zweiten Reihe aber nach und nach auch sehr erfolgreich Non-Food-Objekte bzw.
-Portfolios positioniert. Darüber hinaus hat sich vor allem in der zweiten
Jahreshälfte gezeigt, dass die Preisvorstellungen im Shoppingcenter-Segment auf
Käufer- und Verkäuferseite inzwischen wieder näher beieinanderliegen und
attraktive Einstiegschancen für Anleger eröffnen.
"Auch Highstreet Investments in hochfrequentierten Konsum- oder etablierten
Luxuslagen guter Makrostandorte bleiben nachgefragte, aber auch preissensible
Assets. Vor diesem Hintergrund bleibt zunächst abzuwarten, in welche Richtung
sich die Spitzenrenditen 2026 entwickeln. Am wahrscheinlichsten sind zum
Jahresbeginn allerdings Seitwärtsbewegungen", so Christoph Scharf.
Link zum Marktbericht: Einzelhandelsimmobilien-Investmentmarkt Deutschland Q4
2025 | BNP Paribas Real Estate (https://www.realestate.bnpparibas.de/marktberich
te/retail-investmentmarkt/deutschland-report)
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