dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.01.2026 - 17.15 Uhr
ROUNDUP: US-Außenminister droht dem Iran mit Präventivschlag
WASHINGTON/TEHERAN - US-Außenminister Marco Rubio warnt den Iran vor möglichen Angriffen auf amerikanische Stützpunkte und schließt einen militärischen Präventivschlag nicht aus. Während einer Senatsanhörung am Mittwoch (Ortszeit) sagte er: "Wenn wir Hinweise darauf haben, dass tatsächlich ein Angriff auf unsere Truppen in der Region bevorsteht, handeln wir zur Verteidigung unseres Personals in der Region."
USA: Auftragseingang in der Industrie steigt stärker als erwartet
WASHINGTON - Der Auftragseingang der US-Industrie ist im November stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen legten im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 1,6 Prozent gerechnet. Im Oktober waren die Aufträge um revidierte 1,2 Prozent (zunächst -1,3 Prozent) gefallen. Die Auftragseingänge nach Herausrechnung von Transportgütern stiegen nur um 0,2 Prozent.
USA: Mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet
WASHINGTON - In den USA haben unerwartet viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. In der vergangenen Woche wurden 209.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 205.000 Anträgen gerechnet.
Bundestag verabschiedet Gesetz zum Schutz wichtiger Anlagen
BERLIN - Der Bundestag hat das sogenannte Kritis-Dachgesetz verabschiedet. Es macht Unternehmen und Teilen der Verwaltung strengere Vorgaben für den Schutz zentraler Institutionen und Anlagen. Dabei geht es sowohl um die Abwehr der Angriffe von Kriminellen als auch um den Schutz der Infrastruktur vor Anschlägen von Extremisten. Mit Zäunen, Zugangsbeschränkungen und einer Identifizierung technischer Schwachpunkte sollen Risiken begrenzt werden. Auch um Sabotageaktionen ausländischer Mächte vorzubeugen.
ROUNDUP/Ministerium: Neues Klimaschutzprogramm bis März
BERLIN - Die Bundesregierung will Ende März ein neues Programm zum Klimaschutz vorlegen. Man werde nach dem Klimaurteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht etwa das für unzureichend befundene Programm aus dem Jahr 2023 nachschärfen, sondern "alles, was an Defiziten bestanden hat im alten Klimaschutzprogramm heilen durch das Programm 2026", kündigte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin an.
Bundesregierung setzt auf vorläufige Anwendung von Mercosur-Abkommen
BRÜSSEL - Das EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay wird nach Einschätzung der Bundesregierung noch vor Abschluss einer Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof angewandt werden können. "Ich gehe davon aus, dass es möglich sein wird, Mercosur provisorisch im Laufe des Jahres in Kraft zu setzen", sagte Außenminister Johann Wadephul bei einem EU-Treffen in Brüssel. Dies könne zeigen, dass Europa als Handelspartner verlässlich und attraktiv sei.
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