dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.01.2026 - 17.30 Uhr
ROUNDUP 2: Trump nominiert Kevin Warsh als neuen Fed-Chef
WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen. Er kenne Warsh schon seit langer Zeit und habe keinen Zweifel daran, dass er als einer der Großen an der Notenbankspitze in die Geschichte eingehen werde, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die US-Parlamentskammer Senat muss Trumps Kandidaten noch als künftigen Chef der Federal Reserve (Fed) bestätigen. Powells Amtszeit endet regulär im Mai.
ROUNDUP 2/Teure Lebensmittel: Inflation steigt auf 2,1 Prozent
WIESBADEN - Das Leben in Deutschland hat sich zu Beginn des neuen Jahres wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen im Januar um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 1,8 Prozent Inflation im Dezember, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
ROUNDUP 4/Talsohle wird länger: Mehr als drei Millionen Arbeitslose
NÜRNBERG - Der deutsche Arbeitsmarkt verharrt in einer Winterstarre und wartet auf eine Wende zum Besseren. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die Schwelle von drei Millionen übertroffen und liegt so hoch wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Januar 3,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, 177.000 mehr als im Dezember 2025 und 92.000 mehr als im Januar 2025. Es ist die höchste Januar-Zahl seit 2014. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent.
ROUNDUP 3: Doch kein Shutdown? Einigung im US-Haushaltsstreit in Sicht
WASHINGTON - Republikaner und Demokraten haben sich im US-Haushaltsstreit auf eine parteiübergreifende Einigung verständigt. Diese zielt darauf ab, einen Teil-Shutdown der US-Regierung abzuwenden. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass es zumindest kurzzeitig trotzdem zu so einem Shutdown kommen könnte, weil noch mehrere Abstimmungen ausstehen und die Zeit rennt. Die aktuelle Übergangsfinanzierung läuft in der Nacht auf Samstag aus.
ROUNDUP 2: Nord-Süd-Fronten beim Länderfinanzausgleich
BERLIN - Bayern und Hessen wollen im Fall eines Sieges der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stärker als süddeutsche Dreierformation auftreten - und dann auch eine Reform des Länderfinanzausgleichs forcieren. Die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Boris Rhein (CDU) und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel präsentierten sich bei einem gemeinsamen Auftritt als künftige Allianz. Die Ministerpräsidenten der fünf norddeutschen Länder reagierten darauf wenig amüsiert - mit einem Appell zum Gemeinsinn.
Bericht zeichnet düsteres Bild von Wettbewerbsfähigkeit in EU
BRÜSSEL - Ein neuer Expertenbericht der EU blickt düster auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas. "Infolge des Drucks von außen und der internen Hindernisse schwindet die industrielle Basis Europas, was zum Verlust von Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe und zur Schließung von Fabriken führt. Es besteht dringender Handlungsbedarf sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene", heißt es in der Analyse der EU-Kommission. Im Binnenmarkt müssten Hindernisse beseitigt werden: Etwa abweichende Regeln in einzelnen Mitgliedstaaten, Lieferbeschränkungen oder die zeitaufwendigen Verfahren zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen über Staatsgrenzen hinweg.
USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
WASHINGTON - In den USA ist der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Dezember höher als erwartet ausgefallen. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, legten im Jahresvergleich um 3,0 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur 2,8 Prozent erwartet. Bereits im November hatte die Rate bei 3,0 Prozent gelegen.
Eurozone: Wirtschaft wächst im Herbst etwas stärker als erwartet
LUXEMBURG - Die Wirtschaft der Eurozone ist im Herbst stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im vierten Quartal um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal war die Wirtschaft ebenfalls um 0,3 Prozent gewachsen.
Spanien: Inflation schwächt sich kräftig ab
MADRID - In Spanien hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres weiter abgeschwächt. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Januar im Jahresvergleich um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Dezember hatte die Teuerung noch deutlich höher bei 3,0 Prozent gelegen.
Spaniens Wirtschaft setzt Wachstumskurs fort
MADRID - Spaniens Wirtschaft hat Ende des vergangenen Jahres das Wachstumstempo noch etwas beschleunigt. Im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 0,8 Prozent zu, wie das Statistikamt INE nach einer ersten Schätzung am Freitag in Madrid mitteilte. Im Vorquartal war die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone um 0,6 Prozent gewachsen. Analysten hatten für den Zeitraum Oktober bis Dezember im Schnitt ebenfalls ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet.
Ifo: Ostdeutsche Wirtschaft mit verhaltenem Jahresstart
DRESDEN - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im Januar etwas eingetrübt. Wie das Ifo-Institut in Dresden mitteilte, sank der Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland im Januar leicht von 90,1 Punkten im Dezember auf 89,8 Punkte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser bewerteten, fielen die Erwartungen für die kommenden Monate leicht pessimistischer aus.
ROUNDUP: Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2025 stärker als gedacht
WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft geht mit etwas mehr Rückenwind ins laufende Jahr: Im Schlussquartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal etwas stärker zu als zunächst angenommen. 0,3 Prozent Plus ergaben neueste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Analysten hatten im Schnitt nur ein Wachstum von 0,2 Prozent erwartet.
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