FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Der deutsche Leitindex, der am Morgen noch unter 24.400 Punkte gefallen war, beendete den Tag 1,05 Prozent höher auf 24.797,52 Punkte. Der MDax
In den USA verbesserte sich die Stimmung in der Industrie im Monat Januar deutlich und auch überraschend stark. Dabei stieg der viel beachtete Einkaufsmanager ISM auch wieder über die Wachstumsschwelle, was eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert.
Zudem beruhigten sich nach dem Einbruch des Gold- und Silberpreises die Nerven der Anleger wieder. "Es sieht danach aus, als wären die vielen spekulativen und damit zittrigen Hände über das Wochenende aus dem Markt geflogen", kommentierte Christine Romar, Europa-Chefin bei CMC Markets, den Börsentag. Sie sprach dabei von einer "gesunden Bereinigung in den Edelmetallmärkten", auch wenn die Lage bei Gold und Silber fragil bleibe "und damit hochtoxisch auch für die Aktienmärkte".
Auslöser der Turbulenzen war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Da Warsh nicht als Verfechter einer besonders lockeren Geldpolitik gilt, sondern eher als einer, der zu einem restriktiveren Zinspfad tendiert, um die Inflation in den Griff zu bekommen, löste dies Verunsicherung aus. Zinssenkungsfantasien erhielten einen Dämpfer.
Wer mit Kredit auf weiter anziehende Preise der Edelmetalle gesetzt hatte, wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Positionen mussten glattgestellt werden, was die Preise weiter belastete. Eine solche Entwicklung kann sich vorübergehend auch auf andere Märkte, wie etwa den Aktienmarkt, auswirken./ck/he