NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag mit teils deutlichen Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Industrial
Der Dow, der vor fast einem Monat noch über 50.500 Punkte geklettert war, hatte sich im frühen Handel kurzzeitig der Marke von 47.000 Zählern genähert. Letztlich erholte sich der bekannteste Wall-Street-Index spürbar mit minus 0,95 Prozent auf 47.501,55 Punkte. Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von 3,0 Prozent.
Um 1,33 Prozent auf 6.740,02 Punkte ging es am Freitag für den breit gefassten S&P 500
Allgemein sorgen sich die Anleger nach einer knappen Woche Krieg im Iran zunehmend um dessen Dauer, denn US-Präsident Donald Trump fordert auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Die Hisbollah im Libanon betonte unterdessen inmitten stetiger Angriffe Israels erneut ihre Kampfbereitschaft. Das sorgte dafür, dass die Ölpreise ihren Höhenflug erneut beschleunigten und so Inflations- und Konjunktursorgen befeuern.
Der US-Arbeitsmarkt sendete zwar durchwachsene Signale, da die Beschäftigung überraschend sank, während das Lohnwachstum robust blieb. Dennoch sehen zahlreiche Experten angesichts der schwachen Daten verstärkt Chancen, dass die Fed eher zu einer Zinssenkung bereit sein könnte.
In den Fokus rückten vor allem Aktien von Oracle und zahlreiche weitere Papiere mit KI-Bezug. Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, dass der Softwarekonzern und der KI-Chatbot-Entwickler OpenAI ihre gemeinsamen Pläne zur Erweiterung eines Vorzeige-Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz (KI) aufgegeben haben, flammten erneut Ängste unter den Anlegern auf. Denn begründet wurde das Aus damit, dass sich die Verhandlungen über die Finanzierung und die Anforderungsänderungen von OpenAI zu sehr in die Länge gezogen hätten. Nun dürfte die Komplexität in den Vordergrund rücken, die die Errichtung der Milliarden von Dollar kostenden KI-Rechenzentren mit sich bringt. Und auch, dass zahlreiche Partner dabei zusammenarbeiten müssen.
Oracle, die im Tagesverlauf zeitweise um fast 3 Prozent gestiegen waren, gaben nach dem Bloomberg-Bericht um 1,2 Prozent nach. Meta verloren 2,4 Prozent und Nvidia 3,0 Prozent. Zu diesen beiden hieß es laut Bloomberg aus Kreisen, dass nun Meta
Boeing
Jefferies-Analystin Sheila Kahyaoglu schrieb, dass auf diesen Auftrag bereits "seit Langem spekuliert" werde und sprach von einer möglichen Ablenkung vom Nahost-Konflikt. Zugleich sieht sie aber auch potenzielle langfristige Auswirkungen auf Boeings Auftragslage.
Um etwas mehr als 18 Prozent sprangen Marvell Technology
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---