EQS-News: Crédit Mutuel Asset Management: Schwungvoller Start ins neue Jahr (deutsch)
Crédit Mutuel Asset Management: Schwungvoller Start ins neue Jahr
^
EQS-News: La Française Group / Schlagwort(e): Marktbericht/Marktbericht
Crédit Mutuel Asset Management: Schwungvoller Start ins neue Jahr
09.02.2026 / 09:22 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
---------------------------------------------------------------------------
Schwungvoller Start ins neue Jahr
Von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management
Volatilität der Metallpreise und politische Unsicherheit in den USA
Der Start ins Jahr 2026 war für die Finanzmärkte turbulent und Donald Trump
stand erneut im Mittelpunkt aller Kontroversen. Das Ergebnis dieses mehr
oder weniger orchestrierten Chaos ist eine Beschleunigung der wichtigsten
Trends von 2025 und einige eher außergewöhnliche Entwicklungen bei
bestimmten Assets.
Man kann die aktuellen Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt, insbesondere auf
dem Markt für seltene und Industriemetalle, unmöglich ignorieren. Angesichts
der Spannungen zwischen der Europäischen Union und den USA um Grönland, der
Androhung von 100-prozentigen Zöllen gegen Kanada, dem Sturz von Maduro in
Venezuela und den Drohungen gegen den Iran mangelt es Anlegern nicht an
Gründen, ihre Allokationen in Gold oder Silber zu erhöhen. Hinzu kommt ein
recht positiver makroökonomischer Kontext für Wachstum und eine expansive
Fiskalpolitik. Daher war es nicht überraschend, dass auch Industriemetalle
von diesem Trend profitierten, insbesondere vor dem Hintergrund eines
erheblichen Versorgungsdefizits beispielsweise bei Kupfer.
Wie wir bereits mehrfach erwähnt haben, waren alle Voraussetzungen für einen
weiteren Preisanstieg bei seltenen und industriellen Metallen gegeben, und
wir behalten unseren positiven mittelfristigen Ausblick bei. Dennoch sollte
die spekulative Dimension der jüngsten Entwicklungen nicht unterschätzt
werden. Es ist weder normal noch nachhaltig, dass Kupfer an einem einzigen
Tag um 10 % zulegt oder Silber innerhalb eines Monats um mehr als 30 %
steigt. Kurzfristig scheint daher Vorsicht geboten.
Zu diesem vorherrschenden Chaos kommt noch die Unsicherheit um die Nachfolge
von Jerome Powell als Chef der US-Notenbank (Fed) hinzu. Im letzten Monat
wurden nacheinander mehrere Favoriten ins Gespräch gebracht, und zum
Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels scheint Kevin Warsh die
wahrscheinlichste Wahl zu sein. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen,
dass Jerome Powell weiterhin Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung
wegen möglicher Finanzüberschreitungen bei der Renovierung des
Fed-Hauptsitzes in Washington ist. Nach dieser Anklage habe einige
republikanische Senatoren erklärt, sie würden den nächsten Präsidenten nicht
bestätigen, solange diese Anklage aufrechterhalten bleibt. Dies gilt
beispielsweise für Thom Tillis, republikanischer Senator aus North Carolina.
Zu guter Letzt, um mit dem Thema USA abzuschließen, ist es schwierig, die
Situation in Minnesota unerwähnt zu lassen. Die derzeitigen Spannungen
könnten zu einem weiteren "Shutdown" der US-Regierung führen, da die
Demokraten sich weigern, über den Haushalt für die Einwanderungs- und
Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement, ICE) abzustimmen. Dies
könnte zu einer weiteren Phase der Unsicherheit bei den Wirtschaftsdaten
führen, zumal die Märkte die Folgen des letzten Shutdowns noch nicht
vollständig verdaut haben. Eine Lösung scheint jedoch in greifbarer Nähe zu
sein.
Handelsabkommen für Europa und Inflationsrisiken
Parallel zu all diesen Ereignissen hat die Europäische Union zwei wichtige
Handelsabkommen unterzeichnet. Das erste mit den Mercosur-Ländern und das
zweite mit Indien. In beiden Fällen müssen diese Abkommen noch genehmigt
werden und es wird einige Zeit dauern, bis sie umgesetzt werden können. Dies
sind gute Nachrichten für die Europäische Union, die ihren Handel
diversifiziert, um ihre Abhängigkeit von den USA und China zu verringern. Es
sind auch gute Nachrichten für die künftige Versorgung mit Rohstoffen, die
für den ökologischen und digitalen Wandel benötigt werden, da Lateinamerika
der wichtigste Exporteur von Aluminium und Lithium ist. Die Europäische
Kommission schätzt die positiven Auswirkungen auf das Wachstum in beiden
Fällen auf +0,1 %. Bestimmte Sektoren dürften davon erheblich profitieren,
beispielsweise die Automobil-, Chemie- und Wein- und Spirituosenindustrie.
Ende Januar begann auch die Berichtssaison für das vierte Quartal. Es ist
noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu ziehen, aber die Zeichen scheinen für
Technologieunternehmen (TSMC, Texas Instruments und ASML) vielversprechend
zu sein. Der Rückgang des US-Dollars in den letzten Wochen stellt jedoch ein
Risiko für die Gewinnaussichten in Europa dar - keine gute Nachricht nach
drei Jahren ohne Wachstum.
Bei den makroökonomischen Aussichten sehen wir keine wesentlichen
Veränderungen. Der Konsum bleibt in den USA und Europa recht robust und
stützt das Wachstum in beiden Regionen. Das Inflationsrisiko ist vorerst
weiterhin unter Kontrolle, auch wenn es nicht vollständig verschwunden ist.
Der jüngste Anstieg der Energiepreise - sollte er anhalten - könnte dieses
Szenario ins Wanken bringen. Tatsächlich würde unser Ausblick, der trotz der
zuvor genannten Risiken für risikoreiche Anlagen weiterhin recht positiv
ist, infrage gestellt, sollten die Ölpreise über einen längeren Zeitraum bei
75 bis 80 US-Dollar bleiben. Dies würde zu einem Wiederanstieg des
Inflationsrisikos, negativen Auswirkungen auf den Konsum und einer
wahrscheinlichen Verschärfung der Geldpolitik der Zentralbanken führen.
Allerdings sind wir noch nicht so weit, und unsere Hauptannahme bleibt, dass
der Ölpreis aufgrund der erheblichen Überkapazitäten in den OPEC-Ländern das
ganze Jahr über zwischen 55 und 70 US-Dollar schwanken wird.
Auf der Anleihen-Seite bevorzugen wir weiterhin europäische Assets. Der
jüngste Anstieg des Euro sollte sich positiv auf dieses Thema auswirken. Das
lange Ende der Kurve erscheint weiterhin riskant: Die Haushaltsdefizite
dürften 2026 sehr hoch bleiben. In den USA kommt aufgrund der Zwischenwahlen
ein zusätzliches Risiko hinzu. Darüber hinaus könnten die Turbulenzen am
japanischen Anleihemarkt (eine Abweichung von sechs Standardabweichungen bei
der 40-jährigen japanischen Anleihe am 20. Januar) mit den für den 8.
Februar angesetzten Wahlen in Japan anhalten.
Februar Ausblick
Nach den verschiedenen Unruhen innerhalb der US-Regierung stieg das Risiko
im Januar. Es ist wahrscheinlich, dass die Volatilität in den kommenden
Wochen etwas höher bleiben wird als zuvor. Dennoch behalten wir
mittelfristig aufgrund der expansiven Fiskalpolitik einen eher
optimistischen Ausblick für Aktien bei.
La Française Pressekontakt
La Française Systematic Asset Management GmbH
Bianca Tomlinson
Neue Mainzer Straße 80
60311 Frankfurt
Tel. +49 (0)69 975743 03
bianca.tomlinson@la-francaise.com
https://www.la-francaise-systematic-am.com
Heidi Rauen +49 69 339978 13 | hrauen@dolphinvest.eu
Disclaimer
Crédit Mutuel Asset Management: 128, boulevard Raspail 75006 Paris. Von der
AMF unter der Nummer GP 97 138 zugelassene Vermögensverwaltungsgesellschaft,
seit dem 11.04.2025 bei der ORIAS (www.orias.fr) unter der Nummer 25003045
registriert. Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 3.871.680 Euro,
eingetragen im Handels- und Gesellschaftsregister von Paris unter der Nummer
388 555 021, APE-Code 6630Z. Innergemeinschaftliche
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: FR 70 3 88 555 021.
Crédit Mutuel Asset Management ist eine Tochtergesellschaft der Groupe La
Française, der Vermögensverwaltungsholdinggesellschaft der Crédit Mutuel
Alliance Fédérale.
La Française Finance Services, eine von der ACPR unter der Nummer 18673
(www.acpr.banque-france.fr) zugelassene Wertpapierfirma, die am 4. November
2016 unter der Nummer 13007808 bei der ORIAS (www.orias.fr) registriert
wurde.
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen weder eine
Anlageberatung noch ein Anlageangebot oder eine Aufforderung zum Handel an
den Finanzmärkten dar. Die enthaltenen Einschätzungen spiegeln die Meinung
der Autoren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider und stellen keine
vertragliche Verpflichtung seitens der Groupe La Française dar. Diese
Einschätzungen können ohne vorherige Ankündigung im Rahmen des Prospekts,
der allein rechtsverbindlich ist, geändert werden. Die Groupe La Française
haftet in keiner Weise für direkte oder indirekte Schäden, die aus der
Verwendung dieser Veröffentlichung oder der darin enthaltenen Informationen
entstehen. Diese Veröffentlichung darf ohne vorherige schriftliche
Genehmigung der Groupe La Française weder ganz noch teilweise reproduziert,
verbreitet oder an Dritte weitergegeben werden.
Internetadressen der Aufsichtsbehörden: Aufsichtsbehörde für das
Versicherungswesen und die Bankenaufsicht (ACPR) www.acpr.banque-france.fr,
Finanzmarktaufsichtsbehörde (AMF) www.amf-france.org.
---------------------------------------------------------------------------
09.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate
News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=f39ee12a-058f-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de
---------------------------------------------------------------------------
2273262 09.02.2026 CET/CEST
°