FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei Anlegern europäischer Aromen- und Duftstoffherstellern kommt der von DSM Firmenich
Der Verkaufswille für die Sparte, die mit billiger Konkurrenz aus China kämpft, war schon bekannt. "Auf den ersten Blick ist unklar, ob dies der Kurstreiber ist, auf den Investoren so lange gewartet haben", äußerte sich Analyst Sebastian Satz von der Citigroup skeptisch zu den Neuigkeiten. Der Ausstieg sei nicht so klar wie erhofft, schrieb er auch mit Blick darauf, dass DSM ein Fünftel der Geschäftsanteile behält. Der Deal sei außerdem komplex strukturiert.
Andere Analysten hinterfragten die Bewertung: Wim Hoste vom belgischen Finanzhaus KBC schrieb, er habe den Gesamtwert eigentlich auf drei Milliarden Euro geschätzt. Sein Kollege Chris Counihan von Jefferies sprach von aufkommenden Zweifeln auch wegen des zunächst nur 0,6 Milliarden großen Barerlöses und der Struktur mit erfolgsabhängigen Zahlungen.
Alex Sloane von der Barclays Research erwähnte zwar die Fortschritte positiv, nachdem der Verkaufsprozess mit zwei Jahren deutlich länger gedauert habe als ursprünglich gedacht. Für eine Neubewertung müsse DSM nun aber operativ wieder in Schwung kommen. Enttäuscht zeigte er sich auch von angekündigten Aktienrückkäufen. Deren Summe sei mit 0,5 Milliarden Euro kleiner als seine bisherige Annahme von einer Milliarde, schrieb Sloane./tih/bek/mis