Tote, Verletzte, Stromausfälle: Russland setzt Angriffe fort
KRAMATORSK (dpa-AFX) - Bei russischen Angriffen sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen in der Ukraine getötet worden. In der Ostukraine seien drei Brüder beim Beschuss von Kramatorsk am Donnerstagabend ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mit. Die älteren seien 19 Jahre und der jüngste acht Jahre alt gewesen. Ihre Mutter und ihre Großmutter wurden demnach bei dem direkten Einschlag in ein Wohnhaus verletzt. Bürgermeister Olexander Hontscharenko zufolge wurde bei dem Angriff ein weiterer Mann getötet.
Die Region Odessa am Schwarzen Meer war ebenso einmal mehr im Visier russischer Angriffe. Gouverneur Oleh Kiper zufolge wurde auch dort ein Mensch getötet, sechs weitere seien verletzt worden. Ziel der Attacken waren den Angaben nach Objekte der Hafen-, Wohn-, Industrie- und Energieinfrastruktur. Im Hafen seien Lagerhäuser mit Düngemittel beschädigt worden, es sei zu Bränden unter anderem von vier Autos gekommen. Der ukrainische Zivilschutz sprach von einem massiven Angriff mit Drohnen. In der Nacht berichtete er zudem von erheblichen Aussetzern der Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.
Im Gebiet Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft eine Frau bei einem Drohnenangriff am Morgen in einem Dorf im Landkreis Isjum getötet. Eine weitere Frau kam bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Orichiw in der südukrainischen Region Saporischschja ums Leben, wie Gebietsgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Ein Mann wurde demnach verletzt.
Russland attackierte nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe die Ukraine mit einer ballistischen Rakete und 154 Kampfdrohnen. Davon seien 111 Drohnen abgewehrt worden. Es habe Einschläge an 18 Orten gegeben.
Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion./ksr/DP/jha