dpa-AFX Compact

Autoindustrie: Merz muss in China liberale Märkte einfordern

21.02.2026
um 10:17 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Autoindustrie erwartet, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner China-Reise Marktliberalisierungen einfordert. "Die deutsche Seite muss detailliert darstellen, an welchen Stellen China wettbewerbsverzerrend arbeitet", sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Autoverbands VDA, der "Welt am Sonntag". "Ziel der Gespräche muss generell sein, die Märkte gegenseitig weiter zu öffnen - keine wechselseitige Abschottung. Auch China ist hier in der Bringschuld."

Die deutschen Autohersteller haben zuletzt deutlich an Absatz in China verloren. Als Grund gilt neben den hoch subventionierten neuen lokalen E-Auto-Marken auch eine neue Luxussteuer auf teure Autos, die vor allem deutsche Marken trifft. "Wir erwarten auch von China konstruktive Vorschläge zum Abbau von Wettbewerbsverzerrungen", sagte Müller.

Müller warnte allerdings davor, mit neuen EU-Vorgaben, etwa zur Bevorzugung europäischer Autos bei der öffentlichen Beschaffung, Kaufprämien oder Zöllen, Gegenreaktionen zu provozieren. "Auch wenn China jetzt aufgefordert ist, Angebote zu machen, muss Europa generell sein Handeln und entsprechende Reaktionen abwägen. Je nach Entscheidung drohen der hiesigen Industrie Gegenmaßnahmen aus China", sagte Müller./sl/DP/zb

Bayerische Motoren Werke AG

WKN 519000 ISIN DE0005190003

Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

WKN PAG911 ISIN DE000PAG9113

Mercedes-Benz Group AG

WKN 710000 ISIN DE0007100000

Tesla Inc.

WKN A1CX3T ISIN US88160R1014

Volkswagen AG Vz.

WKN 766403 ISIN DE0007664039