Weiterhin weniger IC-Züge von Stuttgart nach Zürich
STUTTGART/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die vorerst bis Sommer angelegte Maßnahme, wonach nur jeder zweite IC von Stuttgart bis Zürich durchfährt und die anderen in Singen enden, wird bis mindestens Dezember 2026 verlängert. Dies teilten die schweizerische SBB und die Deutsche Bahn in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die Gäubahn führt von Stuttgart bis in die Schweiz.
Die Bahnunternehmen betonten, dass sie weiter daran arbeiteten, die durchgehende Verbindung Stuttgart-Zürich langfristig zu stabilisieren. Auf der Strecke hatten in der Vergangenheit immer wieder Verspätungen für Unmut bei den Reisenden und auch bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gesorgt. Zunächst hatte der "Südkurier" über die andauernden Einschränkungen berichtet.
Um die Pünktlichkeit der IC-Verbindung zu verbessern, hatten die SBB und die Deutsche Bahn zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember ein neues Konzept eingeführt. Demnach verkehrt jeder zweite Zug von Stuttgart nur bis Singen, von dort fährt planmäßig ein Zug nach Zürich. Zudem fährt ab Schaffhausen ein Ersatzzug der SBB, wenn die durchgehenden Züge aus Stuttgart zu stark verspätet sind.
Der aktuellen Mitteilung zufolge wirken die Maßnahmen. Die durchschnittliche Ankunftspünktlichkeit in Zürich sei seit dem Fahrplanwechsel um rund 20 Prozentpunkte auf über 80 Prozent gesteigert worden. Die IC-Züge seien in über 80 Prozent der Fälle mit weniger als drei Minuten Verspätung in Zürich eingetroffen. Der Ersatzzug ab Schaffhausen sei seit dem Fahrplanwechsel bisher rund 100 Mal zum Einsatz gekommen./ols/DP/jha