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Abbau kritischer Mineralien: Investitionen von 1,1 Billionen US-Dollar
bis 2040 notwendig
Hamburg (ots) -
- Weltweite Bergbauindustrie benötigt 1,1 Billionen US-Dollar (USD) an
Investitionen bis 2040
- Etwa 800 Milliarden (Mrd.) USD entfallen auf den dringend notwendigen Ausbau
von Kapazitäten, um den Nachfrage-Boom aus KI und grünen Technologien zu
decken
- Weitere rund 450 Mrd. USD benötigt die Branche, um selbst nachhaltiger zu
werden
- Bergbau ist für etwa 4-7 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich
und hat in der Vergangenheit zu Waldverlusten beigetragen
Die Bergbauindustrie steht vor einem schwierigen Spagat zwischen Nachfrage-Boom
und Nachhaltigkeit - verbunden mit hohen notwendigen Investitionen. Insgesamt
1,1 Billionen US-Dollar (USD) benötigt die Industrie weltweit bis 2040. Mit etwa
800 Milliarden (Mrd.) USD entfällt der Großteil dieser Investitionen auf den
dringend notwendigen Ausbau von Kapazitäten, um den Nachfrage-Boom von KI und
grünen Technologien zu decken. Weitere rund 450 Mrd. USD benötigt die Branche
für die Verbesserung der eigenen Nachhaltigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt die
aktuelle Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade.
"Der Nachfrage nach kritischen Mineralien boomt", sagt Dr. Markus Zimmer, Senior
Volkswirt und ESG-Experte bei Allianz Trade. "Ein doppelter Wandel treibt den
Bedarf nach Mineralien in die Höhe, da Dekarbonisierung und Digitalisierung
gleichzeitig die industrielle Basis neu gestalten. Einerseits verlagern sich
Energiesysteme in Richtung Elektrifizierung, erneuerbare Energien, Speicherung
und erweiterte Netze. Andererseits treiben künstliche Intelligenz hohe
Investitionen in Rechenzentren und Computerinfrastruktur."
Rasanter Nachfrage-Boom bei kritischen Mineralien
Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass sich bis 2040 die
Nachfrage nach Lithium verfünffachen und die nach Graphit und Nickel verdoppeln
könnte. Bei Kobalt und Seltenen Erden könnte der Bedarf um 50 bis 60 % steigen,
bei Kupfer um etwa 30 %. Um diesen Anstieg zu bewältigen, sind nicht nur neue
Minen erforderlich, sondern auch erweiterte Verarbeitungskapazitäten,
Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte. Gleichzeitig wird sich der
Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 voraussichtlich mehr als verdoppeln, was
die Notwendigkeit von Investitionen in das Stromnetz und zusätzliche Materialien
unterstreicht.
"Die Industrie hat Mühe, mit dieser rasanten Nachfrage Schritt zu halten", sagt
Zimmer. "Obwohl eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft letztendlich die
Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringern könnte, lassen sich die
Lieferketten für strategisch wichtige Mineralien nur langsam ausbauen."
Nachhaltigkeit entscheidender Faktor
Neue Projekte benötigen Jahre für die Genehmigung und Finanzierung und sehen
sich steigenden ökologischen und sozialen Standards gegenüber. Das Tempo, mit
dem die Förder- und Verarbeitungskapazitäten wachsen können, ist daher ein
Flaschenhals. Gleichzeitig besteht die Gefahr, die Abhängigkeit von fossilen
Brennstoffen zu verlängern und den Klimawandel zu beschleunigen, wenn es nicht
gelingt, verantwortungsbewusst zu skalieren.
Umweltbelastungen verstärken diese Engpässe. Der Bergbau trägt etwa 2-4 % zum
globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei und sichert den Lebensunterhalt von
Millionen von Menschen.
Waldverlust als zusätzlicher Treiber des Klimawandels
"Gleichzeitig ist der Bergbau ist für etwa 4-7 % der globalen
Treibhausgasemissionen verantwortlich sowie für die Abholzung von Waldflächen",
sagt Zimmer. "Der Bergbau spielt beim Waldverlust zwar eine kleinere Rolle als
die Landwirtschaft oder die städtische Expansion, dennoch sind die Verluste
groß: Von 2001 bis 2023 wurden fast 20.000 km² Wald direkt abgeholzt, wodurch
etwa 0,75 Gigatonnen (Gt) CO2 entstanden sind. Zum Vergleich: Das ist etwas mehr
als die jährlichen Emissionen Deutschlands im Jahr 2024. Daher ist es wichtig,
bei zukünftigen Projekten einen Ausgleich zu schaffen."
Strengere Betriebsvorschriften, Renaturierungsmaßnahmen und glaubwürdige
Ausgleichsmechanismen wie Biodiversitätsausgleich und Wiederaufforstung könnten
diese Auswirkungen auf Umwelt und Klima verringern. Auch wenn dies umstritten
ist, könnte eine wirksame Umsetzung dazu beitragen, den Netto-Waldverlust bei
steigender Nachfrage nach Mineralien zu begrenzen.
"Es sind erhebliche Investitionen erforderlich", sagt Zimmer. "Wir schätzen den
kumulierten Investitionsbedarf bis 2040 für zusätzlichen und nachhaltigen
Bergbau, die Verarbeitung der geförderten Mineralien und den Ausbau der
Aufbereitung von Mineralien in der Kreislaufwirtschaft auf rund 1,1 Billionen
US-Dollar. Nachhaltiger Bergbau ist ein wesentlicher Bestandteil des Übergangs,
auch um noch teurere Rückstellungen zu vermeiden."
Eine Unterinvestition birgt das Risiko, dass später die Gesellschaft für die
ausgebliebenen Stilllegungsrückstellungen aufkommen muss und das Projektrisiko
steigt. Hier können verbesserte nachhaltige Praktiken und Abläufe eine
Win-Win-Situation schaffen. Klare, frühzeitige Erwartungen seitens der
Regulierungsbehörden, Gemeinden und Kunden würden es ermöglichen, die Kosten im
Voraus zu kalkulieren, die Zusammenarbeit zu optimieren und die Glaubwürdigkeit
der Genehmigungen zu verbessern.
Die vollständige Studie (ENG, pdf) finden Sie beigefügt und hier:
https://bit.ly/4l1MIRW
Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und
anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz
gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100
Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,
um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.
Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die
Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen
kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen. Insgesamt umfassen die
Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)
entfallen.
Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und
gibt den weltweit über 70.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte
und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating
von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im
Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.
Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.800
Mitarbeiter weltweit. 2024 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen
konsolidierten Umsatz von EUR 3,8 Milliarden und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.
Weitere Informationen auf http://www.allianz-trade.de
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"Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität, Liquidität und
Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der versicherten
Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus Naturkatastrophen
ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv) Stornoraten, (v) Ausmaß
der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii) Wechselkursentwicklungen
einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii) Entwicklung der
Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen
einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der Europäischen
Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken bzw.
ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen, einschließlich
der damit verbundenen Integrationsthemen, (xii) Umstrukturierungsmaßnahmen,
sowie (xiii) allgemeine Wettbewerbsfaktoren jeweils in einem örtlichen,
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