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APA ots news: FMA rät zu Umsicht bei Gold nach Kursrallye und Preiskapriolen

27.02.2026
um 11:06 Uhr

Gestiegenes Interesse an Barren und Münzen ruft auch Betrüger
auf den Plan. FMA-Informationsreihe "Reden wir über Geld"
informiert über Geldwäsche-Aspekten der Gold-Anlage!

Wien (APA-ots) - Gold gilt weithin als " sicherer Hafen " in Krisenzeiten
und in
Phasen politischer Unsicherheit. Dieses Image hat den Preis des
Edelmetalls in jüngster Zeit auf Rekordwerte getrieben. Auch nach
signifikanten Aufs und Abs in den ersten Wochen des Jahres 2026 gibt
es weiterhin großes Interesse an Kauf und Verkauf von Barren und
Münzen wie dem bekannten Wiener Philharmoniker, an Gold als
Anlageobjekt und Wertspeicher.

Der Goldhandel selbst unterliegt nicht der Aufsicht durch die
österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA). Anfragen und Eingaben von
Verbraucher:innen bei der FMA zeigen aber, dass der Drang zum gelben
Metall auch fragwürdige Anbieter auf den Plan ruft. Die FMA rät
Konsument:innen zu Vorsicht und Skepsis bei außergewöhnlichen
Rabatten, Lieferfristen und intransparenten Geschäftsmodellen, die
den Wunsch nach einer sicheren Anlage ins Gegenteil verkehren.

Beimischungen von Gold können grundsätzlich sinnvoll sein,
bringen aber auch spezifische Risiken und Kosten mit sich. Beim
Erwerb ist auf seriöse, verlässliche Bezugsquellen zu achten. Bei
physischem Gold sollten zudem Sicherheitsaspekte sowie die Kosten der
Lagerung und Versicherung berücksichtigt werden. Da Gold keine
laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden abwirft, fallen
Anschaffungs-, laufende Verwahr- und gegebenenfalls
Transaktionskosten besonders ins Gewicht und können die Rendite
maßgeblich beeinflussen.

Geldwäsche-Aspekte des Gold-Handels

Gold gehört dem, der es in Händen hält und ist als anonymer,
hochkonzentrierter, gut transportierbarer Wertspeicher mit weltweiter
Akzeptanz daher leider auch geeignet für die Geldwäscherei - ebenso
wie Bargeld. Banken und Goldhändler müssen daher auch beim An- und
Verkauf von Gold gewisse Sorgfaltspflichten einhalten, um dem
Missbrauch vorzubeugen.

Die neueste Ausgabe der FMA-Informationsreihe "Reden wir über
Geld" informiert Verbraucher:innen über die wichtigsten Aspekte der
Geldwäscheprävention. Dabei geht es vor allem um die Identifikation
beim Kauf und Verkauf von Gold, und um den Nachweis der
Mittelherkunft . Diese Pflichten gelten in der Regel ab einer
Transaktionssumme von 10.000 (bei Goldhändlern) bzw. 15.000 (bei
Finanzinstituten). Sie bedeuten übrigens keinen Generalverdacht,
sondern dienen - wie Passkontrollen an der Grenze oder
Sicherheitsscans am Flughafen - einfach dazu, es Kriminellen schwerer
zu machen.

Wichtig ist hier aus Sicht der Kund:innen: Banken und Goldhändler
müssen sich ein Bild darüber machen, wie groß das Risiko der
Geldwäsche ist . Diese Einschätzung fällt naturgemäß leichter, wenn
man die Kund:innen, deren Vermögens- und Einkommenssituation und ihre
Transaktionsgeschichte bereits kennt - etwa bei der Hausbank. Fragen
tauchen vor allem dann auf, wenn die Beträge ungewöhnlich hoch oder
die Verhältnisse unbekannt sind.

Unterlagen wie etwa Rechnungen für den Erwerb des Goldes sind der
einfachste Nachweis. Wenn die Barren oder Münzen aber ein Geschenk
oder ein Erbe waren oder vor langer Zeit angeschafft wurden, dann
kann die Mittelherkunft auch anders plausibel dargestellt werden -
beispielsweise mit Fotos, Geschenkbillets, Nachlassunterlagen,
Belegen über den Kauf eines Tresors, der Erhöhung einer
Hausratversicherung oder der Anmietung eines Schließfachs.

Die neue Ausgabe von "Reden wir über Geld" können Sie hier
herunterladen. Weitere Informationen zum Thema Gold:

- "Reden wir über Geld" zum Thema Goldsparpläne

- WKÖ-Informationen zur Vermittlung von Goldanlagen

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