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Reisekonzern Dertour hat vierstellige Gästezahl in Nahost

02.03.2026
um 10:02 Uhr

KÖLN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Touristikkonzern Dertour hat nach eigenen Angaben derzeit eine niedrige vierstellige Gästezahl in von Reisewarnungen betroffenen Nahost-Gebieten. Der zweitgrößte deutsche Reiseveranstalter nannte am Morgen die Länder Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman, Jordanien, Israel und Kuwait. Zu Dertour gehören auch die Veranstalter ITS, Meiers Weltreisen und Clevertours.

Wie lange die Luftraumsperrungen dauern würden, sei derzeit unklar. "Gäste, die aufgrund von Luftraumsperrungen vor Ort derzeit nicht nach Hause fliegen können oder auf einen Weiterflug warten, sind von uns informiert worden und werden vor Ort betreut", hieß es in einer Mitteilung. Den Gästen stünden lokale Reiseleitungen als Ansprechpartner zur Verfügung. "Die Reiseleitungen werden die Hotelunterbringung entsprechend verlängern oder alternative Zimmer in anderen Hotels zur Verfügung stellen." Über neue Rückreisemöglichkeiten werde man schnellstmöglich informieren.

Dertour richtet Krisen-Hotline für betroffene Reisende ein

Das Unternehmen richtete eine Rund-um-die-Uhr Hotline für Gäste der Veranstalter Dertour, ITS, Meiers Weltreisen oder Clevertours ein. Dort gebe es Krisenteams, die gezielt für solche Situationen geschult worden seien, hieß es.

Den Reisenden in den betroffenen Gebieten empfehle man dringend, den Sicherheitshinweisen des Außenministeriums sowie den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen. "Wir werden unsere Gäste vor Ort über Rückreisen informieren, sobald diese wieder möglich sind, und werden unsere Gäste bei den Transfer-Fahrten begleiten." Die Teams vor Ort stünden dazu bereit. Für Gäste in Dubai und Abu Dhabi gebe es zudem ein spezielles Team, das die Gäste über eine Sonder-Hotline engmaschig persönlich betreue.

Alle Reisen in acht betroffene Länder abgesagt

Bis einschließlich Donnerstag sagte Dertour alle Reisen in die genannten Länder mit einer Reisewarnung ab. Betroffene Gäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten alternativ den vollständigen Reisepreis zurück.

Auch Reisende in anderen Regionen seien betroffen, berichtete das Unternehmen weiter. Für Transit-Reisende, die wegen der Flugstreichungen nicht wie geplant abreisen könnten, suche man nach alternativen Flugverbindungen. "In den Fällen, in denen wir keine neuen Flugverbindungen anbieten können, sind kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen möglich." Für Gäste mit Umstiegen in den Nahost-Drehkreuzen, deren Rückflug nach Deutschland gestrichen wurde, suche man ebenfalls nach Flugalternativen./tob/DP/stw