dpa-AFX Compact

ROUNDUP: Bundestag streitet über Altersgrenze für Social Media

05.03.2026
um 17:08 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bleibt umstritten. Während Familienministerin Karin Prien (CDU) und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Sympathien für eine feste Altersgrenze äußerten, kam im Bundestag auch deutliche Kritik aus der Opposition.

Prien warnte in einer Aktuellen Stunde vor den gesundheitlichen Risiken für Kinder und Jugendliche. Bei Zigaretten oder Glücksspiel seien Altersbeschränkungen selbstverständlich. Notwendig sei allerdings ein Gesamtkonzept. "Es wird mit der einen Maßnahme nicht getan sein." Schwesig ergänzte, eine Altersgrenze habe nichts mit Zensur zu tun, sondern diene dem Schutz der Kinder.

"Wenn die Plattformen nicht handeln, muss der Staat das tun. Ich plädiere für einen Stufenplan: ein Verbot bis 14 Jahre und jugendgerechte Angebote bis 16 Jahre", sagte Schwesig. Auch viele andere Ministerpräsidenten plädieren ihr zufolge für einen solchen Stufenplan. "Ich hoffe sehr, dass es gelingt, zwischen Bund und Ländern eine gemeinsame Lösung zu finden", so die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern.

Der digitalpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Ruben Rupp, warf der schwarz-roten Koalition hingegen vor, Grund für die angepeilte Altersgrenze sei der Erfolg der AfD bei jungen Menschen im Internet. Anne-Mieke Bremer von der Linken warnte, wer Jugendliche von Social Media ausschließt, nehme ihnen die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe./ax/DP/men

Alphabet

WKN A14Y6H ISIN US02079K1079

Alphabet

WKN A14Y6F ISIN US02079K3059

Meta Platforms

WKN A1JWVX ISIN US30303M1027

Reddit Inc.

WKN A406FX ISIN US75734B1008

Snap

WKN A2DLMS ISIN US83304A1060