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Aktien Europa: Leichte Verluste - Unsicherheit bleibt hoch

06.03.2026
um 12:05 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Freitag anfängliche Gewinne nicht gehalten und sind wieder ins Minus gedreht. "Allen Erfolgsmeldungen des Pentagons zum Trotz sollten die Anleger kein schnelles Kriegsende am Persischen Golf erwarten", hieß in einem Kommentar der Landesbank Baden-Württemberg. "Das Mullah-Regime kämpft ums Überleben und setzt auf einen asymmetrischen Krieg." Ein Flächenbrand im Nahen Osten aber hätte ein größeres Potenzial zur Schädigung der Weltwirtschaft als frühere bewaffnete Konflikte am Persischen Golf." Zudem steht am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht an, was die Zurückhaltung noch verstärkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,26 Prozent auf 5.769,23 Punkte. Außerhalb der Eurozone tendierte der britische Leitindex FTSE 100 dank der Gewinne der Ölwerte kaum verändert, während der Schweizer SMI um 0,8 Prozent auf 13.191,43 Punkte nachgab.

An der Spitze der Einzelsektoren standen die Ölwerte. Der Iran-Krieg und die Sorge vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus haben den Ölpreis bereits stark nach oben getrieben. Am Freitag stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis auf 87,66 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2024. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am vergangenen Wochenende hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als 20 Prozent verteuert.

Nach unten ging es dagegen mit den Pharmatiteln. Hier belasteten die Verluste von Roche , die um 2,3 Prozent fielen. Am Vorabend hatten der Pharmakonzern und Partner Zealand Pharma ernüchternde Daten aus einer Phase-II-Studie mit dem Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht gemeldet. Vor allem die Angaben zur möglichen Gewichtsabnahme werteten Analysten als leichte Enttäuschung.

Reise- und Freizeitwerte hielten anfänglich stärkere Gewinne nicht. Aktien von IAG gaben dabei um über ein Prozent nach. Der Chef des Londoner Großflughafens Heathrow, Thomas Woldbye, hatte den Iran-Krieg als Herausforderung bezeichnet. Bislang wurden hunderte von Flügen storniert./mf/stk

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894