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Rheinmetall peilt 2026 starkes Wachstum im Rüstungsboom an

11.03.2026
um 08:05 Uhr

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Rheinmetall will im laufenden Jahr weiter kräftig wachsen. Angesichts der Aufrüstung der Nato-Staaten peilt Deutschlands größter Rüstungskonzern 2026 ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro an, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Die operative Ergebnismarge soll bei rund 19 Prozent liegen. Dabei kann sich Rheinmetall auf eine hohe Nachfrage stützen: Ende Dezember betrug der Backlog, der neben dem Auftragsbestand zum Beispiel auch die erwarteten Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen mit militärischen Kunden beinhaltet, 63,8 Milliarden Euro. Damit waren die Auftragsbücher so voll wie nie zuvor.

Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz im Vergleich zu 2024 um 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um ein Drittel auf 1,84 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge lag in der Folge bei 18,5 Prozent. Damit erreichte Rheinmetall nur das untere Ende der zuletzt aktualisierten Prognose. Sämtliche Zahlen beziehen sich nur noch auf fortgeführte Geschäfte ohne die zum Verkauf stehende Sparte rund um die Autozulieferung. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre vor allem wegen höherer Steuern ein Gewinn von 696 Millionen Euro nach 717 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie erhalten. Das ist deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Fürs Vorjahr wurden 8,10 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet./niw/stk

Rheinmetall AG

WKN 703000 ISIN DE0007030009