USA: Michigan-Konsumklima trübt sich weniger als erwartet ein
MICHIGAN (dpa-AFX) - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März weniger als erwartet eingetrübt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung um 1,1 Punkte auf 55,5 Punkte. Volkswirte hatten noch einen Rückgang auf 54,8 Punkte erwartet.
Die Bewertung der aktuellen Lage verbesserte sich unerwartet. Belastet wurde der Indikator durch die verschlechterten Erwartungen der Verbraucher.
"Die vor dem Militäreinsatz im Iran durchgeführten Befragungen zeigten eine Verbesserung der Stimmung gegenüber dem Vormonat, doch die niedrigeren Werte, die in den darauf folgenden neun Tagen erhoben wurden, machten diese anfänglichen Zuwächse vollständig zunichte", kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Verbraucher aller Einkommensklassen, Altersgruppen und politischen Richtungen hätten angegeben, dass sich ihre Erwartungen hinsichtlich ihrer persönlichen Finanzen verschlechterten.
Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher sind stabil geblieben. Auf Sicht von einem Jahr wird weiterhin eine Inflationsrate von 3,4 Prozent erwartet. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) sanken von 3,3 Prozent auf 3,2 Prozent. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/men