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Aktien Europa: Gewinne - Entspannung am Ölmarkt stützt

18.03.2026
um 12:15 Uhr

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Mittwoch zugelegt. Sie reagierten damit auf den gesunkenen Ölpreis. Dieser reagierte auf Bemühungen, den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf abseits der Straße von Hormus zu organisieren. Zuletzt hatte das Opec-Mitglied Irak eine Vereinbarung mit der Türkei zur Wiederaufnahme von Öltransporten getroffen.

Der EuroStoxx 50 notierte am Mittag 0,9 Prozent höher mit 5.820,98 Punkten. Der Schweizer SMI gab dagegen wegen der Verluste einiger defensiver Schwergewichte um 0,42 Prozent auf 12.908,26 Punkte nach. Der britische FTSE 100 gewann unterdessen 0,33 Prozent auf 10.438,06 Punkte.

Die Aufmerksamkeit ist nun auf die Sitzung der US-Notenbank am Abend gerichtet. "Die zentrale Frage für die nervösen Rentenmärkte lautet nun vielmehr, ob die US-Währungshüter an ihrer grundsätzlichen Perspektive einer Zinssenkung im laufenden Jahr festhalten", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg. "Sollten die Notenbanker signalisieren, eine längere Phase unveränderter Leitzinsen zu bevorzugen, dürfte dies den US-Rentenmarkt nach unserer Einschätzung zusätzlich unter Druck setzen."

Gewinne verbuchten Sektoren, die mit Beginn des Krieges gegen den Iran unter Druck gekommen waren. So legten Banken, Industrie- und Baustoffwerte sowie der Reisesektor überproportional zu. Am Ende des Feldes lagen dagegen die defensiven Branchen, die sich zuletzt relativ gut gehalten hatten. Zu den Verlierern gehörten der Nahrungsmittelsektor, die Telekommunikations- und Pharmawerte sowie die Versorger.

Im Technologiesektor ragten ASML mit 1,5 Prozent Aufschlag hervor. Samsung hatte sich günstig zu den weiteren Aussichten für Halbleiter dank der Nachfrage im Bereich Künstlicher Intelligenz geäußert. Verluste von über fünf Prozent verzeichneten dagegen Logitech nach einer Abstufung durch die UBS auf "Neutral". Die Bank geht nur noch von einem geringen Aufwärtspotenzial aus.

Der Ölsektor hielt sich trotz des gesunkenen Ölpreises im Plus. "Selbst bei einer Entspannung in der Straße von Hormus dürfte laut Analysten eine erhöhte Risikoprämie an den Ölmärkten vorerst bestehen bleiben", merkte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank dazu an./mf/stk

Infront EU 50

WKN 965814 ISIN EU0009658145

Infront Frankreich

WKN 969400 ISIN FR0003500008

Infront GB 100

WKN 969378 ISIN GB0001383545

Infront Schweiz

WKN 969000 ISIN CH0009980894